Mein veganes Paprika-Sahne-Hähnchen ist richtig schön cremig, super lecker und dabei ganz unkompliziert gemacht. Und tatsächlich steckt hinter diesem Rezept auch ein kleines Stück Erinnerung für mich.
Früher habe ich mit einer Freundin immer wieder Paprika-Sahne-Hähnchen gekocht. Ganz unkompliziert mit einer Fix-Tüte. Du kennst das vielleicht 😅. Das war eines dieser Gerichte, die bei uns einfach immer wieder auf dem Tisch standen. Heute muss ich noch oft an diese schöne Zeit mit ihr denken und irgendwann war klar, dass ich daraus unbedingt meine eigene vegane Version machen möchte.
Entstanden ist dieses vegane Paprika-Sahne-Hähnchen mit tofu und einer cremigen Sauce aus weißen Bohnen und Cashewkernen. Ganz ohne Sahne und natürlich auch ohne Fix-Tüte 😉. Inzwischen kommt das Gericht auch bei meiner Familie richtig gut an, und genau solche Rezepte mag ich besonders. Gerichte, bei denen niemand darüber nachdenken muss, dass sie vegan sind, weil sie einfach schmecken.

Veganes Paprika-Sahne-Hähnchen ohne Fix-Tüte
Die Zubereitung ist wirklich einfach. Statt Hähnchen verwende ich Naturtofu, den ich nicht in akkurate Würfel schneide, sondern mit den Händen in grobe aber nicht zu große Stücke breche. Dadurch sieht er etwas rusitkaler aus und die Sauce kann sich schön darum verteilen.
Paprika und Zwiebeln werden natürlich in Streifen geschnitten und kommen zusammen mit dem Tofu direkt in die Auflaufform. Auch die Paprika-Sahne-Soße musst du nicht separat kochen. Alle Zutaten werden einfach im Mixer cremig püriert und anschließend über Tofu und Gemüse gegeben.
Dann übernimmt der Backofen den Rest. Nach etwa 20 Minuten rühre ich alles einmal um und nach insgesamt ungefähr 35 Minuten steht das Essen auf dem Tisch.
Warum die Paprika-Sahne-Soße auch ohne Sahne cremig wird
Für die Sauce kombiniere ich weiße Bohnen mit Cashewkernen. Die Bohnen sorgen nach dem Mixen für eine schöne Bindung, während die Cashews die Sauce noch cremiger machen.
Tomatenmark, Hefeflocken, Senf, Paprikapulver und Knoblauchpulver bringen Würze hinein. Etwas Zitronensaft sorgt für einen kleinen säuerlichen Gegenpol. Wenn du keine Zitrone hast, kannst du das aber auch weglassen.
So entsteht jedenfalls eine richtig cremige vegane Paprikasoße, obwohl weder Sahen noch ein pflanulicher Sahneersatz darin steckt.
Was passt zu veganem Paprika-Sahne-Hähnchen?
Bei der Beilage kannst du ganz danach gehen, worauf du gerade Lust hast. Besonders gut passen meiner Meinung nach:
- Basmatireis
- Bandnudeln
- Kartoffelpüree
- Kroketten
- frisches Baguette
Und gerade die Kroketten dürfen bei mir in dieser Liste nicht fehlen. So haben wir das Paprika-Sahne-Hähnchen früher nämlich oft gegessen. Allerdings essen wir es heute meistens mit Reis 😉.
Zutaten austauschen
Weiße Bohnen: Ich verwende gerne Cannellini-Bohnen. Du kannst aber auch andere weiße Bohnen verwenden. Wichtig ist vor allem, dass du sie gut abtropfen lässt.
Paprika: Am schönsten finde ich eine Mischung aus verschiedenen Farben. Du kannst aber genauso gut die Paprikaschoten verwenden, die du gerade zu Hause hast oder einfach nur deine liebste Sorte 😉.
Beilage: Hier bist du völlig frei. Reis macht das Gericht unkompliziert und alltagstauglich aus meiner Sicht, mit Bandnudeln wird es besonders schön cremig und Kartoffelpüree oder Kroketten passen natürlich auch. Und dann gibt es Menschen wie meinen Mann, der möchte am liebsten zu allem nur Kartoffeln 🤣.

Das steckt Gutes in meiner veganen Variante von diesem Klassiker
Ich wollte bei mir Version nicht einfach Hähnchen und Sahne durch zwei vegane Ersatzprodukte austauschen. Deshalb stecken in der Sauce weiße Bohnen und Cashews und als pflanzliche Proteinquelle kommt Naturtofu dazu.
Tofu als pflanzliche Proteinquelle
Naturtofu bekommst du ja zum Glück in jedem Supermarkt. Er liefert dir pflanzliches Protein und passt deshalb besonders gut in ein sättigendes Hauptgericht. Soja enthält alle neun essenziellen Aminosäuren und zählt damit zu den pflanzlichen Lebensmitteln mit einem vollständigen Aminosäureprofil. Außerdem liefert Tofu je nach Herstellungsweise unter anderem auch Eisen und Calcium.
Paprika liefert Vitamin C
Paprika ist nicht nur für die Farbe und den Geschmack zuständig. Sie gehört auch zu den Lebensmitteln mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt.
Vitamin-C trägt aber unter anderem zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und verbessert außerdem die Aufnahme von pflanzlichem Eisen. Gerade in Kombination mit Tofu und weißen Bohnen finde ich das besonders interessant.
Mein Tipp:
Nasche beim Schnibbeln ruhig ein paar Paprikastreifen roh. Vitamin C ist leider hitzeempfindlich und ein Teil davon geht beim Garen verloren. Rohe Paprika ist deshalb eine einfache Möglichkeit, noch etwas mehr von ihrem Vitamin C mitzunehmen.
Weiße Bohnen für Protein und Ballaststoffe
Die Weißen Bohnen haben in diesem Rezept gleich zwei Aufgaben. Sie machen die Sauce cremig und liefern gleichzeitig pflanzliches Protein und Ballaststoffe. Hülsenfrüchte sind deshalb eine schöne Möglichkeit, Saucen etwas gehaltvoller zu machen, ohne dass man dafür Sahne oder eine vegane Sahnealternative benötigt.
Cashews sorgen für Cremigkeit
Caschekerne machen die Sauce noch cremiger und bringen unter anderem ungesättigte Fettsäuren, Magnesium und weiter Mineralstoffe mit. Da wir für das gesamte Gericht nur 50 g verwenden, braucht es keine große Menge, um eine schön sämige Konsistenz zu bekommen.

Häufige Fragen zum veganen Paprika-Sahne-Hähnchen
Weiter leckere Rezepte mit Paprika
Du hast noch Paprika zu Hause und suchst nach weiteren Ideen? Auf meinem Blog findest du noch viele einfache vegane Rezepte mit Paprika, die sich wunderbar für den Alltag eignen. Ob schnelle Pasta, unkomplizierte Reispfanne oder eine herzhafte Gemüsepfanne, vielleicht ist hier direkt dein nächstes Lieblingsrezept dabei:
Veganes Paprika-Sahne-Hähnchen mit Tofu
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Kochutensilien
- 1 Messer
- 1 Schneidebrett
- 1 Auflaufform
Zutaten
Für den Tofu
- 400 g Naturtofu
- 1 EL Sojasauce
- 1 TL Paprikapulver
- 1 TL Knoblauchpulver
- Pfeffer
Für das Gemüse
- 4 Paprikaschoten am besten bunt gemischt
- 2 Zwiebeln groß
Für die Soße
- 240 g weiße Bohnen Cannellini-Bohnen z. B.
- 50 g Cashewkerne
- 400 ml Gemüsebrühe
- 2 EL Tomatenmark
- 2 EL Hefeflocken
- 1 TL Senf mittelscharf
- 1 TL Paprikapulver
- 1 TL Knoblauchpulver
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL Salz
- 0,5 TL Pfeffer
Anleitungen
- Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- 400 g Naturtofu mit den Händen in grobe Stücke brechen. Mit 1 EL Sojasauce, 1 TL Paprikapulver, 1 TL Knoblauchpulver und Pfeffer vermengen und kurz ziehen lassen.
- 4 Paprikaschoten und 2 Zwiebeln in feine Streifen schneiden.
- Gemüse und die Tofustücke in eine große Auflaufform geben.
- Für die Sauce abgetropfte 240 g weiße Bohnen, 50 g Cashewkerne, 400 ml Gemüsebrühe, 2 EL Tomatenmark, 2 EL Hefeflocken, 1 TL Senf, 1 TL Paprikapulver, 1 TL Knoblauchpulver, 1 EL Zitronensaft, 1 TL Salz und 0,5 TL Pfeffer in einem Mixer zu einer glatten, cremigen Sauce pürieren. Falls sie zu dick ist, noch 30–50 ml Gemüsebrühe ergänzen.
- Die Sauce über das Gemüse und den Tofu gießen und alles vorsichtig vermengen.
- Im Ofen etwa 35 Minuten backen. Nach ungefähr 20 Minuten einmal umrühren, damit sich die Sauce gleichmäßig verteilt und der Tofu noch mehr Geschmack aufnimmt.
Notizen
Nährwerte
Die angegebenen Nährwerte werden automatisch generiert und gelten nur als Richtwerte.




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