Vegane Steaks aus Seitan angeschnitten mit Tortellinisalat auf hellem Teller

Vegane Steaks aus Seitan - proteinreich und perfekt zum Grillen

Ich gebe zu: Dieses Rezept für vegane Steaks tanzt ein bisschen aus der Reihe. Es ist nicht ganz so schnell und einfach gemacht wie die meisten meiner anderen Rezepte – aber dafür lohnt es sich wirklich! Wenn du Lust auf etwas Deftiges zum Grillen oder Braten hast, dass selbst­ge­macht und gesünder als alle Ersatz­pro­dukte aus dem Super­markt ist, dann sind diese veganen Steaks aus Seitan genau das Richtige.

Ich habe lange an der Konsistenz gefeilt und war ehrlich gesagt selbst über­rascht, wie gut das Ergebnis ist: außen schön kross, innen zart und herzhaft – und das ganz ohne gekaufte Fleisch­al­ter­na­tiven. Am Grill­abend waren alle begeistert, selbst die Nicht-Veganer am Tisch. Und das Beste: Mit rund 37 g Eiweiß pro Steak sind sie echte Proteinbomben.

Seitansteaks mit Salat und Ketschup auf hellem Teller
Vegane Steaks aus Seitan - prote­in­reich und perfekt zum Grillen 6

Rezept: Vegane Steaks aus Seitan

Zutaten für 6 Stück

Trockene Zutaten

  • 250 g Seitanpulver
  • 3 EL Hefeflocken
  • 1 TL geräu­chertes oder edel­süßes Paprikapulver
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • ½ TL Salz
  • Optional: ½ TL Senf­pulver oder Kreuzkümmel

Feuchte Zutaten

  • 130 g Kidney­bohnen (oder Kicher­erbsen), gekocht
  • 210 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1½ EL Sojasauce
  • 1 EL Öl
  • 1 TL Liquid Smoke (optional)

Zutaten für die Marinade

  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Öl
  • 1 TL Ahorn­sirup oder Agavendicksaft
  • 1 TL Senf
  • 1 TL geräu­chertes Paprikapulver
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • ½ TL Chili­pulver oder Harissa
  • Optional: 1 TL Balsamico oder Zitronensaft
  • Optional: ½ TL Liquid Smoke für mehr Tiefe

Zube­reitung

  1. Bohnenmix pürieren:
    Kidney­bohnen mit Brühe, Toma­tenmark, Soja­sauce, Öl und Liquid Smoke fein pürieren.
  2. Teig herstellen:
    Trockene Zutaten vermengen. Bohnenmix dazu­geben und alles 3–5 Minuten kräftig durch­kneten, bis ein elas­ti­scher Teig entsteht. Nicht zu lange – sonst wird’s zu gummiartig.
  3. Steaks formen:
    Teig in 6 Stücke teilen, flach drücken und etwas „zupfen“ oder verdrehen – das ergibt eine schön faserige Struktur. Die Form darf ruhig etwas rustikal sein.
  4. Garen:
    Im Dampf­garer (oder Siebeinsatz über Wasser, abge­deckt) etwa 30 Minuten dämpfen. Alter­nativ: In siedender (nicht kochender!) Brühe ca. 25 Minuten ziehen lassen. Danach abkühlen lassen.
  5. Marinade zube­reiten:
    Alle Zutaten der Marinade gut vermengen.
  6. Mari­nieren:
    Die abge­kühlten veganen Steaks aus Seitan mit der Marinade bestreichen und mindestens 1 Stunde, besser über Nacht ziehen lassen.
  7. Grillen:
    Auf geöltem Rost oder Grill­platte bei mitt­lerer Hitze grillen. Pro Seite 3–5 Minuten, bis Röst­aromen und kara­mel­li­sierte Ränder entstehen. Nicht zu lange grillen, damit sie saftig bleiben.

Warum Seitan?

Seitan ist Weizen­gluten – also das reine Eiweiß des Weizens. Es lässt sich hervor­ragend würzen, ist super sättigend und kommt bei vielen Fleisch­al­ter­na­tiven zum Einsatz, denn seine Struktur ähnelt der von Fleisch sehr (je nach Zube­reitung). In Kombi­nation mit Kidney­bohnen oder Kicher­erbsen entsteht ein fester, elas­ti­scher Teig, der nach dem Dämpfen die perfekte Steak-Textur hat. Du kannst sie anschließend mari­nieren und anbraten oder grillen.

Ein Stück Seitansteak auf einer Gabel
Vegane Steaks aus Seitan - prote­in­reich und perfekt zum Grillen 7

Gesund­heit­liche Vorteile von veganen Steaks aus Seitan

Diese veganen Steaks aus Seitan sind nicht nur lecker und prote­in­reich – sie bringen auch einige gesund­heit­liche Plus­punkte mit:

  • Hoher Prote­in­gehalt: Mit ca. 37 g Eiweiß pro Steak sind sie eine groß­artige pflanz­liche Eiweiß­quelle. Durch die Kombi­nation von Seitan und Hülsen­früchten liefern sie alle essen­ti­ellen Amino­säuren – und stehen tieri­schen Produkten damit in nichts nach.
  • Fettarm und ballast­stoff­reich: Kidney­bohnen oder Kicher­erbsen bringen nicht nur Lysin mit, sondern auch Ballast­stoffe, die deine Verdauung unter­stützen und lange satt machen.
  • Frei von Chole­sterin: Pflanz­liche Steaks enthalten kein Chole­sterin und unter­stützen so eine herz­ge­sunde Ernährung.
  • Kein Fertig­produkt: Im Gegensatz zu vielen Super­markt-Alter­na­tiven weißt du bei diesem Rezept genau, was drin ist – und kannst Salz, Öl und Gewürze selbst dosieren. Versteckte Zusatz­stoffe findest du in diesen Steaks nicht.
  • Perfekt für Sportler
  • Perfekt für Sportler und alle, die auf Proteine achten: Der hohe Eiweiß­anteil unter­stützt Muskel­aufbau und -erhalt – ideal nach dem Training oder für aktive Tage.

Natürlich gilt wie immer: Ausge­wo­genheit ist alles. Aber dieses Rezept ist defi­nitiv ein High­light für die pflanz­liche, eiweiß­reiche Küche.

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Vegane Steaks mit vollem Aminosäureprofil

Ein kleiner Hinweis für alle, die beim Thema Eiweiß genauer hinschauen: Seitan allein enthält wenig Lysin, eine essen­tielle Amino­säure. Aber keine Sorge – wir gleichen das in diesem Rezept ganz einfach aus: Die Kombi­nation mit Kidney­bohnen oder Kicher­erbsen sorgt dafür, dass du ein voll­stän­diges Amino­säu­re­profil erhältst. Das heißt, dass dein Körper das Eiweiß optimal verwerten kann. 💪

Vegane Steaks aus Seitan angeschnitten mit Tortellinisalat auf hellem Teller
Vegane Steaks aus Seitan - prote­in­reich und perfekt zum Grillen 8

Fragen und Antworten (Q&A)

1. Muss ich Seit­anfix (Seit­an­pulver) verwenden oder kann ich es selbst machen?

Für dieses Rezept empfehle ich fertiges Seit­an­pulver (Weizen­gluten), da es das beste Verhältnis von Elas­ti­zität und Struktur bietet. Du kannst Seitan auch selbst aus Mehl herstellen (Stichwort „Waschme­thode“), aber das ist deutlich aufwän­diger und funk­tio­niert hier nicht 1:1.

2. Kann ich andere Bohnen verwenden?

Ja! Kicher­erbsen funk­tio­nieren ebenso gut wie Kidney­bohnen. Auch weiße Bohnen wären eine Option. Wichtig ist nur, dass sie gut durch­pü­riert werden.

3. Wie lange halten die fertigen Steaks im Kühlschrank?

Nach dem Dämpfen und Abkühlen halten sie sich 3–5 Tage luft­dicht verpackt im Kühl­schrank (ich verwende hier wie immer meine geliebten Glas­dosen von Amazon „Glas­be­hälter mit Deckel*” oder die von Ikea). Du kannst sie auch einfrieren – am besten vor dem Marinieren.

4. Kann ich die Steaks auch im Ofen zubereiten?

Diese Methode habe ich noch nicht getestet, da ich gerne die Röst­aromen vom Grillen oder Anbraten mag. Du kannst es mal versuchen, aber das Dämpfen vorher ist ein Muss, damit die Konsistenz stimmt. Ganz ohne vorhe­riges Garen im Dampf oder Wasser werden sie zu trocken oder gummiartig.

5. Wie bekomme ich sie besonders zart?

Der Trick ist: nicht zu lange kneten, nicht kochen, sondern sieden oder dämpfen, und sie unbe­dingt abkühlen lassen, bevor du sie weiter­ver­wendest. Das macht sie innen weich und außen knusprig – besonders beim Grillen.

6. Ist Seitan gesund?

Ja – für gesunde Menschen ohne Gluten­un­ver­träg­lichkeit ist Seitan eine gute pflanz­liche Eiweiß­quelle. Wer aller­dings Zöliakie hat oder sensibel auf Gluten reagiert, sollte auf Alter­na­tiven wie Tofu, Tempeh oder Hülsen­frucht-Steaks zurückgreifen.

7. Gibt es gluten­freie Alternativen?

Für dieses Rezept direkt nicht, da es haupt­sächlich aus Gluten besteht. Du kannst aber auf Tofu oder Tempeh zurück­greifen und diese Mari­nieren für deinen nächsten Grill­abend. Schau gerne mal in meine Kate­gorie „Grill­re­zepte”, da wirst du bestimmt fündig.

8. Kann ich die Marinade variieren?

Unbe­dingt! Statt der rauchigen BBQ-Marinade passt auch eine asia­tisch inspi­rierte Sauce (z. B. mit Soja­sauce, Sesamöl, Limette und Ingwer) oder eine Kräu­ter­ma­rinade mit Knob­lauch, Thymian und Olivenöl wunderbar.

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Für wen ist das Rezept geeignet – und für wen leider nicht?

Diese veganen Steaks sind ideal für alle, die Lust auf etwas Deftiges und Prote­in­reiches haben und auf fertige Ersatz­pro­dukte verzichten möchten – ob beim Grill­abend, zu Kartof­fel­salat oder in der Pfanne gebraten auf dem Teller.
Wichtig: Für Menschen mit Gluten­un­ver­träg­lichkeit ist dieses Rezept leider nichts, da Seitan reines Weizen­eiweiß ist.

Ähnliche Rezepte

Wenn du noch weiter auf der Suche nach Grill­re­zepten bist, kann ich dir folgende empfehlen:

Tofu-Grill­spieße mit Joghurt-Knob­lauch-Marinade: Diese Girll­spieße sind super einfach gemacht, richtig saftig und lecker.

Oder du schaust einfach mal bei meiner Kate­gorie „Grill­re­zepte” vorbei und lässt dich inspirieren 😊.

Fazit

Wenn du Lust hast, dich etwas länger als 20 Minuten in der Küche aufzu­halten und etwas Neues zu testen – probier dieses Rezept unbe­dingt aus! Es ist nicht nur eine tolle Alter­native zu gekauftem veganem Fleisch, sondern auch geschmacklich ein echtes High­light. Und das gute Gefühl, es selbst gemacht zu haben, gibt’s noch obendrauf. 😌

Ob auf dem Grill oder aus der Pfanne – vegane Steaks aus Seitan könnten auch bei dir bald ein neuer Favorit sein.
Wenn du sie getestet hast, lass mich gerne in den Kommen­taren wissen wie dir dieses Rezept gefällt.

Seitansteaks mit Salat und Ketschup auf hellem Teller

Vegane Steaks aus Seitan für den Grill

Die perfekte Alter­native für Ersatz­pro­dukte - super prote­in­reich, kross, saftig und lecker. Probiere diese veganen Grill­steaks aus Seitan unbe­dingt mal aus.
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Vorbe­rei­tungszeit 15 Minuten
Zube­rei­tungszeit 30 Minuten
Ziehzeit 1 Stunde
Gesamtzeit 1 Stunde 45 Minuten
Gericht Grill­re­zepte, Hauptgericht
Küche Asia­tisch
Menge 6 Stück
Kalorien 212kcal

Koch­uten­silien

  • 1 Pürierstab
  • 1 Schüssel
  • 1 Waage
  • 1 Grill oder Pfanne oder auch Kontaktgrill
  • 1 Topf optional mit Dampfgareinsatz

Zutaten
 

Trockene Zutaten

  • 250 g Seit­anfix
  • 3 EL Hefe­flocken
  • 1 TL Papri­ka­pulver geräu­chert, alter­nativ rosen­scharf oder edelsüß
  • 1 TL Knob­lauch­pulver
  • 1 TL Zwie­bel­pulver
  • 0,5 TL Salz
  • 0,5 TL Cumin (Kreuz­kümmel) optinal

Feuchte Zutaten

  • 130 g Kidney­bohnen oder Kicher­erbsen, vorgegart
  • 210 ml Gemü­se­brühe
  • 2 EL Toma­tenmark
  • 1,5 EL Sojasoße
  • 1 EL Öl
  • 1 TL Liquid Smoke optional

Marinade

  • 2 EL Toma­tenmark
  • 2 EL Sojasoße
  • 2 EL Öl z. B. Olivenöl
  • 1 TL Ahorn­sirup oder Süße nach Wahl
  • 1 TL Senf mittel­scharf
  • 1 TL Paprika geräu­chert oder rosen­scharf
  • 1 TL Knob­lauch­pulver
  • 0,5 TL Chili­pulver optional
  • 1 TL Zitro­nensaft optional
  • 0,5 TL Liquid Smoke optional für mehr Tiefe

Anlei­tungen
 

  • 130 g Kidney­bohnen abspülen und mit 210 ml Gemü­se­brühe, 2 EL Toma­tenmark, 1,5 EL Sojasoße, 1 EL Öl und ggf. 1 TL Liquid Smoke fein pürieren.
  • In einer Schüssel 250 g Seit­anfix, 3 EL Hefe­flocken, 1 TL Papri­ka­pulver, 1 TL Zwie­bel­pulver, 1 TL Knob­lauch­pulver, optional 0,5 TL Cumin (Kreuz­kümmel)und 0,5 TL Salz mischen und dann den Bohnenmix dazugeben.
  • Alles gut verkneten (ca. 3 Minuten) bis ein elas­ti­scher, leicht zäher Teig entsteht. Nicht zu lange, da er sonst gummi­artig werden kann.
  • Nun teile den Teig in 6 gleich­große Stücke, drücke sie flach und zupfe sie zurecht bis sie steak­ähnlich aussehen. Sie sollten ca. 1,5 cm dick sein.
  • Am besten die Seit­an­steaks 30 Minuten dampf­garen (z, B. mit einem Siebeinsatz über Wasser in einem geschlos­senem Topf). Alter­nativ kannst du die Steaks auch in siedener Brühe für ca. 25 Minuten garen (nicht kochen! Sonst werden sie schwammig).
  • Die veganen Steaks anschließend abkühlen lassen.
  • In der Zwischenzeit kannst du die Marinade zube­reiten. Dafür 2 EL Toma­tenmark, 2 EL Sojasoße, 2 EL Öl, 1 TL Ahorn­sirup, 1 TL Senf, 1 TL Paprika geräu­chert, 1 TL Knob­lauch­pulver, (0,5 TL Chili­pulver und 1 TL Zitro­nensaft, 0,5 TL Liquid Smoke) gut vermengen bis eine cremige Masse entsteht.
  • Die abge­kühlten Seit­an­steaks nun mit einem Pinsel (oder Löffel) mit der Marinade einpinseln und am besten über Nacht (aber mindestens 1 Stunden) ziehen lassen.
  • Die mari­nierten Steaks kannst du auf einem geöltem Rost oder Grill­platte bei mitt­lerer Hitze ca 3-5 Minuten pro Seite grillen.
    Nicht zu lange! Sie sollten Rost­aromen bekommen aber innen noch saftig bleiben.

Notizen

Ich gebe zu, dass klingt sehr aufwendig (und es ist tatsächlich nicht so simpel wie meine anderen Rezepte), aber der Aufwand lohnt sich! 
Du kannst die Steaks auch mit einer anderen Marinade deiner Wahl einlegen, viel­leicht mit Kräuter und Zitrone (in diesem Fall würde ich wahr­scheinlich Kicher­erbsen statt Kidney­bohnen verwenden 😉)

Nähr­werte

Kalorien: 212kcal | Kohlen­hy­drate: 8g | Protein: 37g | Fett: 3g | Gesät­tigte Fett­säuren: 0.1g | Trans­fette: 0.003g | Natrium: 213mg | Kalium: 105mg | Ballast­stoffe: 2g | Zucker: 1g | Vitamin B6: 0.04mg | Vitamin C: 0.5mg | Vitamin E: 0.1mg | Vitamin K: 3µg | Calcium: 8mg | Kupfer: 0.1mg | Folate: 29µg | Eisen: 1mg | Mangan: 0.1mg | Magnesium: 11mg | Phosphor: 35mg | Selen: 0.5µg | Zink: 0.3mg | Cholin: 7mg | Netto Kohlen­hy­drate: 4g

Die ange­ge­benen Nähr­werte werden auto­ma­tisch gene­riert und gelten nur als Richtwerte.

prote­in­reich
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Ein Kommentar zu „Vegane Steaks aus Seitan - proteinreich und perfekt zum Grillen“

  1. Heike

    5 Sterne
    Sehr lecker, schmeckt auch den Nicht—Veganern!

5 from 1 vote

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