Cremig, nährstoffreich & mit 40 g Protein pro Portion
Endlich kommt hier mein Rezept für vegane Spaghetti Carbonara 😍.
Früher war Carbonara eins meiner absoluten Lieblingsgerichten. Einfach ein cremiges Wohlfühlessen. Als ich mich dann vegan ernährt habe, war dieses Gericht plötzlich gestrichen. Und ja, das hat mich wirklich traurig gemacht.
Also habe ich lange getüftelt. Denn wenn ich Carbonara neu erfinde wollte, dann nicht mit veganer Sahne und veganem Schinken als einfachen Ersatz. Wenn schon neu, dann richtig – pflanzlich, lecker und gleichzeitig nährstoffreich.
Diese Version hier ist mein persönliches Highlight geworden. Sie ist wunderbar cremig, aromatisch, sättigend und liefert mit Vollkorn-Spaghetti ganze 40 g Protein pro Portion. Natürlich schmeckt sie nicht exakt wie das Original, aber sie steht ihm in Sachen Genuss in nichts nach. Und sie fühlt sich einfach viel besser an 🥰.
Du kannst jetzt hier direkt zum Rezept springen oder noch ein bisschen war über die Zutaten und Besonderheiten lesen.

Rezept: Vegane Spaghetti Carbonara mit Vollkorn-Spaghetti
Zutaten für 4 Portionen
Für die cremige Carbonara-Soße
- 150 g Cashewkerne, eingeweicht
- 2 Knoblauchzehen
- 250 g weiße Bohnen (abgespült & abgetropft)
- 200 ml Wasser
- 200 ml ungesüßter Pflanzendrink (Soja oder Hafer)
- 5 EL Hefeflocken
- 1–2 EL Zitronensaft
- 1 TL Salz
- ¼ TL Pfeffer
- 1 TL Zwiebelpulver
Außerdem
- 400 g Vollkorn-Spaghetti
- 1 Block geräucherter Tofu (ca. 200 g)
- Olivenöl zum Braten
- ca. 2 Kellen Pastawasser
- optional: 1 Prise Kala Namak
Zubereitung
- Vorbereitung:
Cashewkerne mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten einweichen, danach abgießen und abspülen.
Knoblauch schälen.
Bohnen gründlich abspülen.
Vollkorn-Spaghetti nach Packungsanweisung kochen.
Unbedingt 1–2 Kellen Pastawasser aufheben! - Die cremige Soße:
Alle Zutaten für die Soße in einen Mixer geben und etwa 1 Minute sehr fein pürieren, bis eine glatte, dicke Creme entsteht.
Die Konsistenz darf ruhig etwas fester sein – das Pastawasser macht sie später perfekt cremig. - Zubereitung:
· Räuchertofu in kleine Würfel schneiden.
· In einer großen Pfanne mit etwas Olivenöl goldbraun und knusprig anbraten.
→ Hier entsteht das Aroma, also ruhig Geduld haben.
· Hitze reduzieren und die Soße zum Tofu geben.
· 1 Kelle Pastawasser einrühren, bis die Soße seidig wird.
· Vollkorn-Spaghetti direkt unterheben und gut vermengen.
· Ganz zum Schluss optional eine Prise Kala Namak einrühren.
Zutaten austauschen
- Glutenfrei: Mit glutenfreier Vollkorn-Alternative zubereiten.
- Ohne Soja: Haferdrink verwenden.
- Noch mehr Protein: Kichererbsen- oder Linsenpasta nutzen.
- Mit Gemüse: Brokkoli oder Erbsen passen wunderbar dazu.

Gesundheitliche Vorteile von veganer Carbonara
Die klassische Carbonara enthält Sahne, Speck, Eigelb und Parmesan, also viel gesättigtes Fett und Cholesterin, aber keine Ballaststoffe. Diese vegane Carbonara enthält 40 g pflanzliches Protein pro Portion, viele Ballaststoffe, komplexe Kohlenhydrate, ungesättigte Fettsäuren und keinerlei Cholesterin. Sie macht lange satt, hält den Blutzucker stabiler und belastet den Körper deutlich weniger.
Hier stelle ich dir in Kürze unsere Zutaten und ihre Highlights vor:
Vollkorn-Spaghetti – komplexe Energie & mehr Protein
Vollkorn-Spaghetti enthalten im Vergleich zu weißer Pasta mehr Ballaststoffe, mehr Mineralstoffe und einen höheren Proteingehalt.
Die enthaltenen komplexen Kohlenhydrate sorgen für eine gleichmäßigere Energieversorgung. Gerade in Kombination mit pflanzlichem Eiweiß entsteht ein sehr ausgewogenes Gericht, das lange sättigt – ohne Heißhunger danach.
Weiße Bohnen – pflanzliches Kraftpaket
Weiße Bohnen liefern hochwertiges Protein, Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Magnesium und Eisen.
Sie ersetzen in dieser Soße einen Teil der Fettbasis des Originals und sorgen gleichzeitig für eine cremige Textur mit deutlich besserer Nährstoffbilanz.
Cashewkerne – gesunde Fette statt Sahne
Cashews liefern ungesättigte Fettsäuren sowie Magnesium und Zink.
Während Sahne hauptsächlich gesättigte Fettsäuren liefert, bringen Cashews wertvolle Nährstoffe und sorgen dennoch für eine wunderbar cremige Konsistenz.
Räuchertofu – herzhaft & eiweißreich
Räuchertofu übernimmt in dieser veganen Spaghetti Carbonara die Rolle des Specks – allerdings mit einer deutlich besseren Nährstoffbilanz. Durch das Räuchern entsteht ein intensives, würziges Aroma, das beim knusprigen Anbraten noch einmal verstärkt wird. Wenn du ihm beim Anbraten wirklich Zeit gibst und ihn schön goldbraun werden lässt, wirst du merken: Es fehlt nichts, denn genau hier entsteht diese typische herzhafte Tiefe, die wir von klassischen Carbonara-Gerichten kennen.
Ernährungsphysiologisch ist Räuchertofu ein echtes Kraftpaket, denn er liefert hochwertiges pflanzliches Protein mit einem guten Aminosäureprofil und trägt maßgeblich zu den 40 g Eiweiß pro Portion bei. Gleichzeitig enthält er – im Gegensatz zu Speck – kein Cholesterin und deutlich weniger gesättigte Fettsäuren.
Je nach Herstellungsweise ist Tofu zudem eine gute Quelle für Calcium und liefert Eisen, das besonders in Kombination mit Vitamin C (zum Beispiel durch den Zitronensaft in der Soße) besser aufgenommen werden kann.
Ein weiterer Vorteil: Pflanzliches Eiweiß belastet den Körper in der Regel weniger stark als stark fettreiche tierische Produkte. So bekommst du die herzhafte Komponente dieses Gerichts aber ohne das schwere Gefühl danach.
Hefeflocken – würzig & nährstoffreich
Hefeflocken bringen die typische Käsenote in die Soße. Zusätzlich enthalten sie B-Vitamine und ergänzen das Aminosäureprofil des Gerichts.
Du bekommst sie mittlerweile schon im gut sortierten Supermarkt oder auch in der Drogerie. Falls du öfter Hefeflocken verwendest, empfehle ich dir unbedingt diese hier: Hefeflocken von Spiegelhauer*. Die sind qualitativ und geschmacklich für mich einfach unschlagbar.
Knoblauch – mehr als nur Geschmack
Knoblauch enthält sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken können und das Immunsystem unterstützen. Gleichzeitig gibt er der Soße Tiefe und Würze.
Tipp
Rühre das Pastawasser wirklich schrittweise ein. Die enthaltene Stärke sorgt für eine besonders seidige, perfekt gebundene Soße – ganz ohne zusätzliche Fette.
Fragen und Antworten (Q&A)
1. Schmeckt sie wie das Original?
Nicht identisch, aber sie ist genauso cremig und würzig – nur leichter.
2. Kann ich die Soße vorbereiten?
Ja, im Kühlschrank hält sie sich 2–3 Tage. Vor dem Erwärmen etwas Wasser zugeben.
3. Wie komme ich auf 40 g Protein pro Portion?
Durch die Kombination aus Vollkorn-Spaghetti, Bohnen, Cashews, Tofu und Hefeflocken entsteht ein sehr hoher Proteingehalt.
4. Kann ich Cashews weglassen?
Sie sind wichtig für die Cremigkeit. Alternativ kannst du aber auch etwas Mandelmus verwenden.
5. Ist das Gericht für Meal Prep geeignet?
Ja, beim Aufwärmen einfach etwas Wasser unterrühren.
6. Ist das Gericht für Kinder geeignet?
Ja, Kala Namak ggf. weglassen und mild würzen.

Pasta Rezepte
Falls du mehr Lust auf leckere, gesunde und vegane Pasta-Rezepte hast, kann ich dir folgende empfehlen:
- Vegane Paprika-Pasta: Schnell, einfach & lecker! Aus im Ofen gerösteter Paprika, Zwiebeln & Knoblauch entsteht eine fruchtig-leichte Soße.
- Vegane Linsen-Bolognese: Einfaches Rezept mit roten Linsen, gesundem Gemüse und italienischen Kräutern. Perfekt für Pasta-Liebhaber!
- Spaghetti in cremige Zucchini Pesto: Einfaches, veganes Sommerrezept mit Cashews, Petersilie & Knoblauch. Schnell, leicht & gesund.
Alle meine Pasta-Gerichte findest du übrigens hier: Pasta
Fazit
Dieses Rezept für vegane Spaghetti Carbonara ist für mich die perfekte Verbindung aus Erinnerung und Weiterentwicklung. Cremig, würzig, sättigend – aber moderner gedacht und deutlich nährstoffreicher als das Original.
Durch die Kombination aus Vollkorn-Spaghetti, weißen Bohnen, Cashews und Räuchertofu entsteht ein ausgewogenes Aminosäureprofil und eine beeindruckende Proteindichte von 40 g pro Portion. Gleichzeitig sorgen die Ballaststoffe aus Vollkorn und Hülsenfrüchten für eine langanhaltende Sättigung und unterstützen eine gesunde Verdauung.
Ein echtes Wohlfühlgericht – nur leichter, pflanzlich und mit Mehrwert für deinen Körper 😉. Probiere sie gerne mal aus und lass mich wissen, wie sie dir schmeckt.
Vegane Spaghetti Carbonara (gesund und lecker)
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Kochutensilien
- 1 Messer
- 1 Schneidebrett
- 1 Mixer oder Pürierstab
- 1 Topf
- 1 Pfanne
Zutaten
Für die Soße
- 150 g Cashewkerne eingeweicht
- 2 Knoblauchzehen
- 250 g weiße Bohnen z. B. Cannelini
- 200 ml Wasser
- 200 ml Pflanzendrink Soja oder Hafer, ungesüßt
- 5 EL Hefeflocken
- 1-2 EL Zitronensaft
- 1 TL Salz
- 0,25 TL Pfeffer
- 1 TL Zwiebelpulver
Außerdem
- 400 g Spaghetti Vollkorn oder Dinkel
- 200 g Räuchertofu
- 1 TL Olivenöl
- 1-2 Kellen Pastawasser
- 1 Prise Kala Namak optional
Anleitungen
- 150 g Cashewkerne mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten einweichen, anschließend abspülen.
- 2 Knoblauchzehen schälen, 250 g weiße Bohnen gründlich abspülen.
- 400 g Spaghetti Vollkorn nach Packungsanweisung kochen und unbedingt etwas Pastawasser aufheben!
- Cashews, Knoblauch, Bohnen, 200 ml Wasser, 200 ml Pflanzendrink, 5 EL Hefeflocken, 1-2 EL Zitronensaft, 1 TL Salz, 0,25 TL Pfeffer und 1 TL Zwiebelpulver für die Soße im Mixer ca. 1 Minute sehr fein pürieren, bis sie wirklich cremig ist. Die Konsistenz darf ruhig etwas dicker sein, das Pastawasser kommt später.
- 200 g Räuchertofu in kleine Würfel schneiden und mit 1 TL Olivenöl in einer großen Pfanne knusprig anbraten. → Hier entsteht das Aroma – ruhig etwas Geduld haben.
- Hitze reduzieren und die pürierte Soße zum Tofu geben.
- 1-2 Kellen Pastawasser unterrühren, bis die Soße seidig und cremig wird.
- Pasta abgießen und direkt mit in die Pfanne geben und alles gut vermengen.
- Ganz zum Schluss 1 Prise Kala Namak unterrühren (optional)
Notizen
Nährwerte
Die angegebenen Nährwerte werden automatisch generiert und gelten nur als Richtwerte.




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