Viele denken wahrscheinlich, mein Alltag als Foodbloggerin besteht vor allem daraus, ein bisschen zu kochen, ein paar schöne Fotos zu machen und dann gemütlich zu essen.
Ganz ehrlich? So einfach ist es leider nicht 😉.
Ich habe mir in den letzten Jahren ein Leben aufgebaut, das ich wirklich liebe. Ich arbeite als Foodbloggerin, entwickle vegane Rezepte, fotografiere sie und beschäftige mich jeden Tag mit gesunder Ernährung. Gleichzeitig bin ich schon seit vielen Jahren Fotografin und selbstständig. Mein Alltag besteht also aus deutlich mehr als nur „mal eben kochen“.
Heute nehme ich dich ein bisschen mit und zeige dir, wie meine Woche wirklich aussieht. Unperfekt, manchmal chaotisch, aber genau so, wie sie eben ist.
Meine Woche ist alles – nur nicht planbar
Ich arbeite ungefähr 30 bis 40 Stunden pro Woche und trotzdem gleicht keine Woche der anderen. Ich kann mir auch mal einen Tag frei nehmen oder mich spontan am Vormittag auf einen Kaffee mit einer Freundin treffen. Dafür schreibe ich manchmal einen Newsletter um 23 Uhr und es gab auch schon Wochen in denen ich mehr als 60 Stunden gearbeitet habe.
Es gibt Phasen, in denen mehrere Kundenprojekte gleichzeitig anstehen. Dann arbeite ich oft mehrere Tage am Stück intensiv daran. In anderen Wochen ist es ruhiger und ich kann mich stärker auf meinen Blog und meine eigenen Projekte konzentrieren.
Was mich dabei am meisten herausfordert, ist die fehlende Planbarkeit. Aufträge kommen oft kurzfristig rein und müssen schnell umgesetzt werden. In solchen Momenten verschiebt sich alles andere automatisch nach hinten. Eigene Projekte bleiben liegen, Ideen warten und ich muss immer wieder neu priorisieren. Ich bin ein kreativer Chaot der allerdings super gerne plant 😅.

Rezeptentwicklung ist mehr als nur kochen
Viele stellen sich wahrscheinlich vor, dass ein Rezept einfach entsteht, gekocht wird und dann fertig ist. In der Realität sieht das ganz anders aus.
Ein Rezept entsteht oft in mehreren Anläufen. Ich habe eine Idee, mache mir Gedanken und koche es wieder und wieder, passe Zutaten an, ändere Mengen oder Zubereitungsschritte. Manche Ideen funktionieren sofort, andere gar nicht. Einige verschwinden auch einfach wieder, weil sie am Ende nicht überzeugen.
Besonders deutlich merke ich das gerade beim Backen. Ich arbeite aktuell an einem Airfryer Backbuch für Brot und Brötchen und das ist deutlich aufwendiger, als ich am Anfang gedacht hätte. Backen im Airfryer funktioniert nämlich doch anders als im Backofen. Einige Rezepte wurden immer komplizierter, nur um ein perfektes Ergebnis zu erreichen. Genau diese habe ich am Ende gestrichen, weil mir wichtig ist, dass meine Rezepte einfach bleiben und im Alltag wirklich funktionieren.
Einkaufen gehört immer dazu
Was oft komplett unterschätzt wird, ist der Einkauf. Gerade wenn ich neue Rezepte entwickle, reicht ein Einkauf selten aus. Es kommt immer wieder vor, dass ich noch einmal los muss, weil etwas fehlt oder ich eine Zutat doch anders testen möchte.
Auch ganz normale Wocheneinkäufe nehmen Zeit in Anspruch. Ich achte natürlich darauf meine Einkäufe gut zu planen und habe auch immer bestimmte Basics zu Hause, damit mein Alltag nicht kompliziert wird. Trotzdem gibt es immer wieder Tage, an denen ich gefühlt mehr Zeit im Supermarkt verbringe als in der Küche 🙈.
Vom fertigen Rezept zum fertigen Blogartikel
Wenn ein Rezept wirklich funktioniert und mich überzeugt, beginnt der nächste Teil der Arbeit.
Ich koche es noch einmal, um es zu fotografieren. Das passiert nie nebenbei. Das Set ist vorher aufgebaut, das Licht eingestellt und ich weiß genau, wie das Bild am Ende aussehen soll. Alles andere funktioniert in der Praxis nicht, weil viele Gerichte schnell an Qualität verlieren, sobald sie fertig sind. Und ja, genau diesen Teil hatte ich mir früher auch anders vorgestellt 😅.
Nach dem Shooting geht es weiter mit der Bildbearbeitung, Keyword-Recherche und das Schreiben des Blogartikels. Häufig entsteht zusätzlich noch ein Video für Instagram und passende Inhalte für Pinterest.
Ein einzelnes Rezept ist also ein deutlich größerer Prozess, als man von außen vermuten würde.

Wie aus Fotografie Foodfotografie wurde
Die Fotografie war schon lange vor meinem Blog ein Teil meines Lebens. Ich bin seit vielen Jahren selbstständig in diesem Bereich und habe ursprünglich in anderen Bereichen fotografiert.
Mit meiner Ausbildung zur veganen Ernährungsberaterin und meiner Begeisterung für gesunde, pflanzliche Küche hat sich mein Fokus irgendwann ganz natürlich verschoben. Die Foodfotografie ist daraus entstanden und wurde nach und nach ein fester Bestandteil meines Alltags.
Ich liebe es, mit Licht zu arbeiten, Farben aufeinander abzustimmen und Bilder zu gestalten, die Lust auf das Essen machen.
Und wie daraus mein Backdrop Shop entstanden ist
Mir war schon immer klar, wie wichtig auch ein Hintergrund für mein Bild ist, aber in der Foodfotografie ist das noch einmal eine ganz andere Nummer. Viele Fotohintergründe bzw. Untergründe wirken unruhig, spiegeln zu stark, sind super anfällig (gerade wenn man mit färbenden Lebensmitteln oder mit kratzendem Besteck arbeitet) oder lenken vom Essen ab. Ich habe wirklich viele ausprobiert und war meist von der Qualität enttäuscht oder ich habe nicht genau das gefunden, was ich mir für mein Bild gewünscht habe.
Aus genau dieser Erfahrung heraus ist vor etwa eineinhalb Jahren mein eigener Shop für Fotohintergründe entstanden.
👉 Hier kannst du ihn dir anschauen wenn du magst: BACKDROP SHOP ☺️
Der Shop ist inzwischen ein fester Teil meiner Woche geworden. Es gibt Zeiten, in denen ich neue Hintergründe entwickle und teste, was deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, als man denkt. An anderen Tagen geht es eher um Organisation, Inhalte oder den Versand.

Kundenprojekte gehören auch dazu
Neben meinem Blog und dem Shop arbeite ich weiterhin an Kundenprojekten, die meinen Alltag mitbestimmen. In manchen Wochen sind das ein oder zwei Tage, in anderen arbeite ich mehrere Tage am Stück an einem Auftrag. Größere Produktionen, bei denen ich mehrere Tage oder sogar bis zu zwei Wochen eingebunden bin, kommen eher selten vor, gehören aber auch dazu. Dann bin ich entweder direkt vor Ort bei meinen Kunden oder fotografiere in meinem Studio, oft schon morgens beginnend und je nach Umfang bis in den Abend hinein. Diese Phasen sind intensiv und lassen kaum Raum für andere Themen.
Dazwischen gibt es aber auch ruhigere Zeiten, in denen gerade keine Projekte anstehen und ich mich wieder stärker auf meinen Blog und eigene Ideen konzentrieren kann.
Das alles macht meinen Alltag abwechslungsreich – aber eben auch schwer planbar.
Mein Essen im Alltag ist ziemlich unspektakulär
Vielleicht überrascht dich das, aber ich esse im Alltag tatsächlich genau so, wie du es von meinem Blog kennst 😄.
Es gibt einige Gerichte, die immer wieder auf meinem Speiseplan stehen. Das 15-Minuten Ramen koche ich aktuell fast jede Woche. Auch die Paprikapasta oder meine vegane Carbonara gehören zu meinen festen Lieblingsgerichten.
Aufwendige Rezepte sind eher die Ausnahme. Mein Alltag funktioniert nur, weil ich es mir bewusst einfach mache und auf Dinge zurückgreife, die schnell gehen und zuverlässig funktionieren. Trotzdem achte ich natürlich auf eine gesunde vegane Ernährung.
Was viele unterschätzen
Von außen wirkt das alles oft leicht und unkompliziert.
In Wirklichkeit steckt hinter einem einzigen Rezept viel mehr Arbeit, als man denkt. Entwicklung, Testläufe, Fotografie, Bildbearbeitung, Text und Planung greifen ineinander. Dazu kommen Social Media und alles, was im Hintergrund passiert.
Es ist ein kreativer Job, den ich liebe. Aber eben auch einer, der viel mehr Zeit braucht, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Und genau an diesem Punkt kommt oft die Frage auf, wie sich das Ganze eigentlich trägt.
Ein kurzer, ehrlicher Blick hinter die Kulissen
Alle Rezepte, die du hier findest, sind komplett kostenlos. Ich stecke viel Zeit in die Entwicklung, die Recherche, das Fotografieren und das Schreiben, verdiene damit aber nicht direkt Geld über die Inhalte selbst.
Ein kleiner Teil kommt über Werbung auf dem Blog zusammen. Das hilft, die laufenden Kosten zu decken, steht aber in keiner direkten Relation zu der Zeit, die in ein einzelnes Rezept fließt.
Ein wichtiger Teil meiner Selbstständigkeit sind deshalb auch meine anderen Standbeine, wie meine Arbeit als Fotografin und mein Backdrop Shop. Zusammen ergibt sich daraus ein Modell, das für mich funktioniert und mir ermöglicht, diesen Blog so zu führen, wie er ist.
Fazit
Mein Alltag ist nicht perfekt und oft nicht planbar. Es gibt stressige Phasen, spontane Änderungen und Tage, an denen nichts so läuft wie gedacht.
Trotzdem ist es genau das Leben, das ich mir aufgebaut habe.
Ich arbeite mit Dingen, die ich liebe. Ich kann kreativ sein, mich mit gesunder Ernährung beschäftigen und meine eigenen Ideen umsetzen.
Und auch wenn es manchmal herausfordernd ist, würde ich mich jederzeit wieder genau dafür entscheiden.


Schreibe einen Kommentar