Dieser vegane Kartoffel-Champignon-Auflauf ist für mich ein perfektes Herbstgericht. Ich liebe ja Ofengerichte generell und natürlich auch Aufläuft. Gerade wenn es draußen wieder kühler wird, gibt es doch kaum etwas Besseres als ein warmes Essen frisch aus dem Ofen.
Aufläuft machen für mich auch nur dann richtig Sinn, wenn ich die Zutaten roh verwenden kann. Also habe ich dieses Gericht so konzipiert, dass auch die Kartoffeln nicht vorgekocht werden müssen. Sie werden einfach in dünne Scheiben geschnitten oder gehobelt und kommen zusammen mit den Champignons und den Zwiebeln in die Auflaufform und werden mit der cremigen Knoblauchsoße übergossen.
Auch hier habe ich natürlich versucht auf eine gekaufte Sahnealternative zu verzichten. Stattdessen verwende ich Cashewkerne, die zusammen mit Gemüsebrühe, Knoblauch und Hefeflocken eine wunderbar cremige Soße ergeben.
Die Champignons bringen ein herzhaftes Aroma mit und passen für mich einfach perfekt in die Herbstküche. Ein unkompliziertes, sättigendes Familienessen, das mit wenig Aufwand zubereitet ist.
Hier kannst du direkt zum Rezept springen und es gleich mal ausprobieren 😉.

Warum ich diesen Kartoffel-Champignon-Auflauf so gerne mache
Gerade im Alltag mag ich Rezepte, die unkompliziert sind und trotzdem richtig gut schmecken. Dieser Kartoffelauflauf gehört definitiv dazu. Du brauchst nur wenige Zutaten, die du größtenteils wahrscheinlich ohnehin zu Hause hast.
Besonders praktisch finde ich natürlich, dass du die Kartoffeln nicht vorkochen musst. Während der Auflauf im Ofen steht, kannst du dich um andere Dinge kümmern. Nur einmal zwischendurch umrühren und schon ist das Abendessen fast fertig. Bis dahin habe ich die Küche wieder sauber und den Tisch gedeckt 😉.
Außerdem brauchst du für die cremige Soße weder Sahne noch Käse. Die Cashewkerne sorgen ganz von alleine für eine schöne Konsistenz. Zusammen mit Knoblauch, Hefeflocken und den herzhaften Champignons entsteht ein wunderbar würziger Geschmack.
Und falls etwas übrig bleibt, hast du direkt ein leckeres Mittagessen für den nächsten Tag. Ich finde sogar, dass solche Aufläufe aufgewärmt oft besonders gut schmecken.
An dieser Stelle möchte ich gerne noch mal sagen, das dieses Rezept für mich ein Auflauf ist, obwohl hier nichts mit Käse überbacken wird. Das ärgert einige Leser 😉. Du kannst den Auflauf natürlich gerne noch mit einer veganen Käsealternative toppen, wenn du das magst. Mir reicht die cremige Soße vollkommen.
Was passt zum Kartoffel-Champignon-Auflauf
Du kannst den Auflauf sehr gut als Hauptmahlzeit genießen. Aber wenn du ihn als Beilage nutzen möchtest, kann ich dir hierzu meine Butternut-Schnitzel oder auch meinen Crunchy Tofu empfehlen. Mit dem Tofu bekommst du auch noch mal etwas Proteine dazu.
Zutaten austauschen und variieren
Das Schöne an diesem Kartoffelauflauf ist, dass du ihn ganz unkompliziert an deinen Geschmack und deinen Kühlschrankinhalt anpassen kannst.
Kartoffeln: Ich verwende am liebsten festkochende Kartoffeln. Sie behalten beim Backen ihre Form und werden trotzdem schön weich. Vorwiegend festkochende Kartoffeln funktionieren ebenfalls. Wichtig ist vor allem, dass du sie möglichst dünn schneidest, damit sie ohne Vorkochen gar werden. Am besten und gleichmäßigsten gelingt dir das mit einer Reibe.
Champignons: Braune Champignons haben ein angenehm kräftiges Aroma. Du kannst aber genauso gut auch weiße Champignons verwenden. Auch eine Mischung mit Kräuterseitlingen oder Austernpilzen passt wunderbar.
Cashewkerne: Sie sorgen für die cremige Konsistenz der Soße. Wenn du keine Cashews verwenden möchtest, kannst du alternativ eine ungesüßte pflanzliche Kochcreme ausprobieren. Die Flüssigkeitsmengen muss du dann ggf. anpassen.
Mein Tipp:
Statt Cashewkerne kannst du auch Cashewbruch kaufen (z. B. bei Rossmann oder DM). Da du sie eh in den Mixer gibst, kannst du hier auf eine schöne Form verzichten 😉.
Kräuter: Eigentlich passt zu diesem Rezept Thymian sehr gut. Da ich aber kein großer Fan von Thymian bin, nutze ich hier lieber Oregano oder Petersilie. Du kannst hier aber natürlich ganz nach deinem Geschmack entscheiden.
Zusätzliches Gemüse: Wenn du den Auflauf noch etwas abwechslungsreicher gestalten möchtest, kannst du beispielsweise Brokkoli oder Lauch ergänzen. Achte bei Brokkoli aber darauf, dass die Röschen nicht zu groß sind und rühre lieber einmal mehr um, damit nichts schwarz wird.

Wie gesund ist der Kartoffel-Champignon-Auflauf?
Dieser vegane Auflauf zeigt, dass ein cremiges Ofengericht nicht unbedingt Sahne oder Käse benötigt. Kartoffeln, Champignons und Cashewkerne liefern verschiedene Nährstoffe und ergänzen sich zu einer sättigenden Mahlzeit.
Kartoffeln: Sättigend und reich an Kalium
Kartoffeln werden häufig unterschätzt. Dabei sind sie ein wertvolles Grundnahrungsmittel und liefern neben komplexen Kohlenhydraten auch Kalium und Vitamin B6
Kalium trägt zur normalen Funktion der Muskeln und des Nervensystems bei und spielt außerdem eine Rolle bei der Regulierung des Blutdrucks.
Kartoffeln enthalten zudem Vitamin C, wobei ein Teil davon beim Backen allerdings verloren geht. Wenn du die Kartoffeln mit Schale verwendest, sparst du dir nicht nur etwas Arbeit, sondern vermeidest auch unnötige Schälverluste.
Durch ihren hohen Wassergehalt haben Kartoffeln im Vergleich zu anderen stärkehaltigen Beilagen eine relativ geringe Energiedichte und können gut sättigen.
Champignons: Wertvolle B-Vitamine und Mineralstoffe
Champignons sind für mich neben Kürbis natürlich eine der schönsten Zutaten in der Herbstküche. Ihr herzhaftes Aroma passt hervorragend zu Kartoffeln und cremigen Soßen.
Auch ernährungsphysiologisch haben sie einiges zu bieten. Champignons enthalten verschiedene B-Vitamine, darunter Riboflavin (B2) und Niacin (B3). Diese unterstützen unter anderm den normalen Energiestoffwechsel.
Außerdem liefern sie Mineralstoffe wie Kalium und Kupfer. Kupfer trägt z. B. zur normalen Funktion des Immunsystems und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
Champignons bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und enthalten vergleichsweise wenig Fett. Gleichzeitig bringen sie viel Geschmack in den Auflauf.
Cashewkerne: Cremigkeit und ungesättigte Fettsäuren
Die Cashewkerne sind das Geheimnis hinter der cremigen Knoblauchsoße. Ich liebe diese Möglichkeit um einfach auf eine gekaufte Sahnealternative zu verzichten.
Cashews enthalten überwiegend ungesättigte Fettsäuren und liefern außerdem pflanzliches Eiweiß.
Besonders interessant ist ihr Gehalt an Magnesium, Kupfer und Zink. Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei und unterstützt den Energiestoffwechsel. Zink spiel unter anderem eine Rolle beim Immunsystem.
Knoblauch und Zwiebeln: Mehr als nur Geschmack
In fast all meinen herzhaften Gerichten findest du Knoblauch und Zwiebeln. Denn zum einen finde ich sie super lecker und zum anderen sind sie auch noch gesund.
Beide gehören zur Familie der Lauchgewächse und enthalten verschiedene schwefelhaltige Pflanzenstoffe.
Knoblauch ist besonders für seine schwefelhaltigen Verbindungen bekannt, die auch wissenschaftlich untersucht werden. Zwiebeln liefern zusätzlich sekundäre Pflanzenstoffe wie Quercetin. Für mich sind sie vor allem eine einfache Möglichkeit, mehr pflanzliche Vielfalt und Geschmack in den Alltag zu bringen.

Meine Tipps für einen besonders cremigen Kartoffelauflauf
Die Kartoffeln möglichst dünn schneiden
Da die Kartoffeln nicht vorgekocht werden, ist die Dicke der Scheiben entscheidend. Etwa 3 mm sind ideal. Mit einem Gemüsehobel geht das besonders schnell und die Scheiben werden gleichmäßig dick.
Die Cashewkerne richtig fein pürieren
Damit die Soße schön cremig wird, solltest du einen leistungsstarken Mixer verwenden. Wenn dein Mixer nicht ganz so stark ist oder du einen Pürierstab verwendest, kannst du die Cashews vorher etwa 10 Minuten in heißem Wasser einweichen und anschließend abgießen.
Den Auflauf nicht zu früh aus dem Ofen holen
Je nach Kartoffelsorte, Dicke der Scheiben und Größe der Auflaufform kann die Backzeit etwas variieren. Prüfe deshalb mit einer Gabel, ob die Kartoffeln wirklich weich sind. Falls nötig, darf der Auflauf ruhig noch ein paar Minuten länger im Ofen bleiben.
Häufige Fragen zum Kartoffel-Champignon-Auflauf
Weiter Rezeptideen
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- Veganes Paprika-Sahne-Hähnchen: Die gesunde und vegane Variante des Klassikers
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Veganer Kartoffel-Champignon-Auflauf
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Kochutensilien
- 1 Messer
- 1 Reibe
- 1 Auflaufform
Zutaten
- 800 g Kartoffeln festkochend
- 400 g Champignons
- 2 rote Zwiebeln
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL Oregano oder Thymian
- 0,5 TL Salz
- Pfeffer nach Geschmack
- 70 g Cashewkerne
- 350 ml Gemüsebrühe
- 2 EL Hefeflocken
- 1 TL Senf mittelscharf
- 2 Knoblauchzehen
- 0,5 TL Oregano oder Thymian
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL Salz
- Pfeffer
- Petersilie optional - zum Servieren
Anleitungen
- Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- 800 g Kartoffeln gründlich waschen oder schälen und in etwa 3 mm dünne Scheiben schneiden. Das funktioniert besonders gut mit einer Reibe.400 g Champignons säubern und je nach Größe halbieren oder vierteln. 2 rote Zwiebeln in feine Spalten schneiden.
- Kartoffeln, Champignons und Zwiebeln mit 1 EL Olivenöl, 1 TL Oregano, 0,5 TL Salz und Pfeffer vermengen und in einer großen rechteckigen Auflaufform gleichmäßig verteilen.
- Für die Sauce 70 g Cashewkerne, 350 ml Gemüsebrühe, 2 EL Hefeflocken, 1 TL Senf, 2 Knoblauchzehen, 0,5 TL Oregano, 1 EL Zitronensaft, 1 TL Salz und Pfeffer in einen leistungsstarken Mixer geben und zu einer glatten Sauce pürieren.
- Die Sauce gleichmäßig über das Gemüse gießen. Die Kartoffeln sollten nicht komplett bedeckt sein, sondern teilweise noch herausschauen. So entstehen später schöne Röstaromen.
- Die Auflaufform auf mittlerer Schiene 45–50 Minuten backen. Nach etwa 30 Minuten vorsichtig umrühren, damit die Sauce sich verteilt und nichts zu dunkel wird.
- Zum Schluss mit frisch gehackter Petersilie bestreuen und direkt servieren.
Notizen
Nährwerte
Die angegebenen Nährwerte werden automatisch generiert und gelten nur als Richtwerte.




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