Vegane Panna Cotta im Glas

Vegane Panna Cotta – einfach, cremig und ohne tierische Gelatine

Vegane Panna Cotta selber machen ist viel einfacher, als ich lange gedacht habe! Früher habe ich dieses cremige italie­nische Dessert regel­mäßig zube­reitet, besonders gerne zu Weih­nachten. Seit ich mich vegan ernähre, gab es bei uns aller­dings keine Panna Cotta mehr. Irgendwie hatte ich immer im Kopf, dass es ohne tierische Gelatine schwierig werden könnte, die richtige Konsistenz hinzubekommen.

Letztes Jahr zu Weih­nachten habe ich mich dann endlich an eine vegane Variante gewagt. Und was soll ich sagen? Es war tatsächlich viel unkom­pli­zierter als erwartet!

Inzwi­schen habe ich mein Rezept ausführlich getestet und freue mich, es endlich mit euch zu teilen. Denn für eine einfache und schnelle Panna Cotta braucht es weder Kuhmilch noch tierische Gelatine. Mit wenigen Zutaten bekommt ihr ein wunderbar cremiges Dessert, das sich auch noch prima vorbe­reiten lässt.

2 Gläser Panna Cotta mit Erdbeersoße
Vegane Panna Cotta – einfach, cremig und ohne tierische Gelatine 5

Warum du diese vegane Panna Cotta auspro­bieren solltest

Gerade im Alltag mag ich Rezepte, die unkom­pli­ziert sind und trotzdem richtig gut schmecken. Dieser Kartof­fel­auflauf gehört defi­nitiv dazu. Du brauchst nur wenige Zutaten, die du größ­ten­teils wahr­scheinlich ohnehin zu Hause hast.

  • Nur 5 Zutaten: Du brauchst lediglich Soja­drink, pflanz­liche Sahne, Zucker, Vanille und ein veganes Geliermittel.
  • Einfach zuzu­be­reiten: Die eigent­liche Zube­reitung dauert nur wenige Minuten.
  • Gut vorzu­be­reiten: Du kannst das Dessert bereits am Vortag zube­reiten und bis zum Servieren im Kühl­schrank aufbewahren.
  • Ganz ohne tierische Gelatine: Die pflanz­liche Alter­native sorgt dafür, dass die Panna Cotta ihre Form behält.
  • Viel­seitig kombi­nierbar: Ob mit Beeren­sauce, Frucht­püree oder frischen Früchten – die milde Vanil­lenote passt zu vielen Toppings.

Besonders prak­tisch finde ich, dass man die Panna Cotta direkt in hübschen Dessert­gläsern servieren kann. Das sieht schön aus und erspart das manchmal etwas knifflige Stürzen aus der Form.

Was ist Panna Cotta eigentlich?

Panna Cotta stammt ursprünglich aus Italien. Über­setzt bedeutet der Name so viel wie „gekochte Sahne“. Und genau das beschreibt die klas­sische Zube­reitung ziemlich gut.

Tradi­tionell wird Sahne mit Zucker und Vanille erhitzt und anschließend mithilfe von Gelatine zum Fest­werden gebracht. Nach einigen Stunden im Kühl­schrank entsteht ein cremiges Dessert mit einer zarten, leicht wacke­ligen Konsistenz.

Anders als beispiels­weise ein Pudding wird Panna Cotta nicht durch Stärke gebunden. Ihre besondere Konsistenz entsteht durch ein Geliermittel.

Für meine vegane Variante verwende ich pflanz­liche Sahne und Soja­drink. Statt herkömm­licher Gelatine kommt ein veganes Gelier­mittel zum Einsatz.

Warum ist herkömm­liche Gelatine nicht vegan?

Gelatine begegnet uns in vielen Lebens­mitteln, ohne dass wir groß darüber nach­denken. Sie steckt beispiels­weise in manchen Desserts, Gummi­bärchen, Torten­fül­lungen und natürlich in klas­si­scher Panna Cotta.

Was viele nicht wissen: Gelatine ist ein tieri­sches Produkt. Sie wird aus Kollagen gewonnen, das haupt­sächlich aus Haut, Knochen und Binde­gewebe von Schweinen und Rindern stammt.

Bei der Herstellung wird das Kollagen verar­beitet, sodass Gelatine entsteht. Diese kann Flüs­sig­keiten beim Abkühlen in eine gelartige Masse verwandeln.

Genau diese Eigen­schaft macht Gelatine für Desserts so inter­essant. Sie sorgt dafür, dass eine Panna Cotta fest genug wird, um ihre Form zu behalten, gleich­zeitig aber weich und cremig bleibt.

Die gute Nach­richt ist, dass wir dafür keine tieri­schen Zutaten benö­tigen. Es gibt verschiedene pflanz­liche Alter­na­tiven, die eben­falls Flüs­sig­keiten gelieren lassen.

Logo entspannt vegan V

Wichtig!

Für meine vegane Panna Cotta verwende ich die vegane Gelatine von Vemondo (Lidl). Sie enthält 30 % Agar Agar und hat bei meinen Tests wunderbar funk­tio­niert. Für das Rezept benö­tigst du zwei Tütchen mit jeweils 6 g.

Wichtig: Vegane Gelier­mittel unter­scheiden sich in ihrer Zusam­men­setzung und Gelier­kraft. Reines Agar Agar kannst du deshalb nicht einfach in der gleichen Menge verwenden. Wenn du ein anderes Produkt verwendest, solltest du unbe­dingt die Dosie­rungs­hin­weise des Herstellers beachten.

Was ist Agar Agar?

Agar Agar ist ein pflanz­liches Gelier­mittel, das aus bestimmten Rotalgen gewonnen wird. Es wird besonders häufig in der veganen Küche verwendet, beispiels­weise für Frucht­gelees, Tortenguss, Puddings und andere Desserts.

Anders als tierische Gelatine muss Agar Agar ausrei­chend erhitzt werden, damit es seine Gelier­wirkung entfalten kann. Anschließend beginnt die Flüs­sigkeit bereits beim Abkühlen fest zu werden.

Dabei gibt es einen wich­tigen Unter­schied: Agar Agar bildet norma­ler­weise ein etwas festeres und weniger elas­ti­sches Gel als tierische Gelatine. Die richtige Dosierung ist deshalb entscheidend, wenn die Panna Cotta nicht zu fest werden soll.

Warum ich vegane Gelatine statt reinem Agar Agar verwende

Viel­leicht hast du schon einmal versucht, ein Dessert mit reinem Agar Agar zuzu­be­reiten, und dich über eine zu feste Konsistenz geärgert.
Das kann tatsächlich schnell passieren. Agar Agar hat eine hohe Gelier­kraft und bereits kleine Mengen können einen deut­lichen Unter­schied machen.

Ich verwende deshalb ein fertiges veganes Gelier­mittel mit 30 Prozent Agar Agar. Die übrigen Bestand­teile hängen vom jewei­ligen Produkt ab.

Für mein Rezept haben sich zwei Tütchen mit jeweils 6 Gramm bewährt. Damit wird die Panna Cotta fest, bleibt aber angenehm cremig.

Wichtig: Diese Menge gilt für das von mir verwendete Gelier­mittel. Reines Agar Agar oder Produkte anderer Hersteller lassen sich nicht einfach im gleichen Verhältnis austau­schen. Achtet deshalb unbe­dingt auf die Zusam­men­setzung und die Dosie­rungs­hin­weise auf der Verpackung.

vegane Panna Cotta mit Erdbeerspiegel in einem kleinen Glas
Vegane Panna Cotta – einfach, cremig und ohne tierische Gelatine 6

Meine Tipps für eine geling­si­chere vegane Panna Cotta

Das richtige Gelier­mittel verwenden

Nicht jedes pflanz­liche Gelier­mittel funk­tio­niert gleich. Besonders bei Agar Agar können sich die benö­tigten Mengen je nach Produkt deutlich unterscheiden.

Wenn du mein Rezept nach­machen möchtest, solltest du deshalb auf ein vergleich­bares Produkt mit 30 Prozent Agar Agar achten.

Die Mischung ausrei­chend kochen

Agar Agar benötigt Hitze, um seine Gelier­wirkung zu entwi­ckeln. Einfaches Erwärmen reicht nicht aus.
Lass die Mischung deshalb wie im Rezept beschrieben aufkochen und anschließend zwei Minuten leicht köcheln. Beachte zusätzlich die Angaben deines Geliermittels.

Nicht zu viel Gelier­mittel verwenden

Mehr hilft hier nicht unbe­dingt mehr! Eine Panna Cotta soll schließlich nicht die Konsistenz von festem Wackel­pudding bekommen.
Gerade bei reinem Agar Agar solltest du deshalb vorsichtig sein und die Menge nicht einfach übernehmen.

Genügend Zeit zum Fest­werden einplanen

Auch wenn die vegane Panna Cotta bereits beim Abkühlen fester wird, solltest du ihr ausrei­chend Zeit im Kühl­schrank geben.
Mindestens drei Stunden sind für mein Rezept vorge­sehen. Noch entspannter ist es, wenn du das Dessert am Vortag vorbereitest.

Welche Toppings passen zu veganer Panna Cotta?

Die milde Vanil­lenote macht Panna Cotta unglaublich viel­seitig. Du kannst sie ganz unter­schiedlich servieren und so immer wieder etwas Abwechslung auf den Tisch bringen.

Beeren­sauce: Himbeeren oder Erdbeeren passen mit ihrer leicht säuer­lichen Note wunderbar zur cremigen Panna Cotta. Dafür kannst du auch tief­ge­kühlte Beeren verwenden.

Mango-Püree: Für eine fruchtige Variante kannst du reife Mango fein pürieren und kurz vor dem Servieren auf die Panna Cotta geben.

Kirsch­kompott: Besonders in der kalten Jahreszeit schmecken warme Gewürze wie Zimt oder Vanille in einem Kirsch­kompott sehr gut dazu. Lass das Kompott vor dem Servieren abkühlen.

Frische Früchte: Manchmal reichen schon ein paar frische Beeren und etwas Minze, um aus dem einfachen Dessert einen hübschen Nach­tisch zu machen.

Mein persön­licher Favorit ist eine fruchtige Beeren­sauce. Die leichte Säure bildet einen schönen Kontrast zur süßen Vanillecreme.

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Mein Fazit

Manchmal dauert es einfach etwas länger, bis man sich an eine vegane Variante eines alten Lieb­lings­re­zepts wagt. Bei mir war das defi­nitiv bei Panna Cotta der Fall.

Im Nach­hinein frage ich mich wirklich, warum ich so lange gewartet habe. Denn mit den rich­tigen Zutaten ist eine vegane Panna Cotta weder kompli­ziert noch aufwendig.

Besonders zu Weih­nachten finde ich sie ideal. Man kann sie ganz entspannt vorbe­reiten, hübsch anrichten und hat am nächsten Tag kaum noch Arbeit damit.

Viel­leicht wird sie ja auch bei euch ein neues Lieblingsdessert!

Vegane Panna Cotta im Glas

Vegane Panna Cotta (geling­sicher mit veganer Gelatine)

Diese vegane Panna Cotta ist wunderbar cremig, angenehm vanillig und viel einfacher gemacht, als du viel­leicht denkst! Mit Soja­drink, pflanz­licher Sahne und veganer Gelatine gelingt der italie­nische Dessert­klas­siker ganz ohne tierische Zutaten. Perfekt als Dessert für Weih­nachten, besondere Anlässe oder einfach zum Genießen.
bisher keine Bewertungen

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Vorbe­rei­tungszeit 15 Minuten
Kühlzeit 3 Stunden
Gesamtzeit 3 Stunden 15 Minuten
Gericht Dessert
Küche Italie­nisch
Menge 4 Portionen
Kalorien 142kcal

Koch­uten­silien

  • 1 Topf
  • 1 Schnee­besen
  • 4 Gläser

Zutaten
 

  • 500 ml Soja­drink
  • 200 ml vegane Sahne z. B. Schlagfix
  • 12 g vegane Gelatine 2 Tütchen á 6g, 30% Agar Agar
  • 3 EL Zucker
  • 0,5 Vanil­le­schote oder 1 TL Vanillepaste

Anlei­tungen
 

  • 500 ml Soja­drink und 200 ml vegane Sahne in einen Topf geben.
    3 EL Zucker und das Mark von 0,5 Vanil­le­schote einrühren und unter Rühren langsam erhitzen.
  • 12 g vegane Gelatine gleich­mäßig einstreuen und direkt gründlich mit dem Schnee­besen verrühren, damit sich keine Klümpchen bilden.
  • Die Mischung einmal kräftig aufkochen, dann die Hitze redu­zieren und 2 Minuten vorsichtig köcheln lassen.
    (Dieser Schritt ist entscheidend, damit die Gelkraft akti­viert wird.)
  • Noch heiß in Gläser oder kleine Förmchen gießen und dann auf Zimmer­tem­pe­ratur abkühlen lassen .
    Anschließend mindestens 3 Stunden im Kühl­schrank fest werden lassen.
    (Über Nacht wird die Konsistenz perfekt cremig-wackelig.)

Notizen

Ich esse Pana Cotta gerne mit Erdbeersoße. Diese kannst du kaufen oder ganz leicht selber machen, indem du Erdbeeren (oder aufge­taute TK Erdbeeren) einfach pürierst. 

Nähr­werte

Kalorien: 142kcal | Kohlen­hy­drate: 8g | Protein: 4g | Fett: 10g | Gesät­tigte Fett­säuren: 0.3g | Natrium: 62mg | Kalium: 176mg | Ballast­stoffe: 1g | Zucker: 4g | Vitamin B6: 0.3mg | Vitamin B12: 1µg | Vitamin C: 9mg | Vitamin D: 1µg | Vitamin E: 3mg | Calcium: 175mg | Kupfer: 0.2mg | Folate: 40µg | Eisen: 1mg | Selen: 3µg | Zink: 0.3mg | Netto Kohlen­hy­drate: 5g

Die ange­ge­benen Nähr­werte werden auto­ma­tisch gene­riert und gelten nur als Richtwerte.

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