Ich habe für ein Backpapier-Buffet bzw. Table Setting kleine Mini-Burger vorbereitet und wollte die Pattys dafür unbedingt selbst machen. Natürlich ohne Fertigprodukte, aber trotzdem unkompliziert und gut vorzubereiten.
Das Ergebnis sind diese veganen Mini-Linsenbratlinge: würzig, angenehm saftig, außen leicht knusprig und unglaublich vielseitig. Sie funktionieren als Mini-Burger-Patty genauso gut wie als Buletten-Ersatz zu Kartoffeln und Gemüse. Sie schmecken warm oder kalt, frisch oder vorbereitet fürs Buffet. Du siehst, sie sind vielschichtig einsetzbar 😉.

Rezept: Vegane Mini-Linsenbratlinge
Zutaten (für ca. 24 kleine oder 10 „normale” Bratlinge)
- 250 g grüne Linsen (trocken)
- 85 g Haferflocken
- 2 kleine Zwiebeln, sehr fein gewürfelt
- 2 TL Senf
- 2 TL Paprikapulver (edelsüß oder geräuchert)
- 1 TL Majoran oder Thymian
- 2 EL Sojasauce
- 4 EL Olivenöl
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
- Linsen kochen
Die grünen Linsen in reichlich Wasser ohne Salz garen, bis sie weich, aber noch bissfest sind (ca. 25–30 Minuten).
Abgießen und sehr gut ausdampfen lassen – das ist wichtig für die Bindung. - Masse herstellen
Die Linsen grob zerdrücken oder nur ganz kurz pürieren – Struktur ist ausdrücklich erwünscht.
Haferflocken, Zwiebeln, Senf, Paprikapulver, Kräuter, Sojasauce und Olivenöl unterrühren.
Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. - Quellen lassen
Die Masse 10 Minuten ruhen lassen, damit die Haferflocken Flüssigkeit aufnehmen können. - Bratlinge formen
Mit leicht angefeuchteten Händen kleine, flache Mini-Bratlinge (ca. 5–6 cm Durchmesser) formen. - Airfryer
Die Bratlinge leicht mit Öl bepinseln oder besprühen.
Bei 180 °C ca. 15–20 Minuten garen, nach der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden.
Zubereitung im Backofen
Falls du keinen Airfryer nutzt oder gleich eine größere Menge zubereiten möchtest:
- Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 180 °C) vorheizen
- Ein Blech mit Backpapier belegen
- Bratlinge darauf verteilen und oben leicht einölen
- 25–30 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit wenden
Extra-Tipp:
Für mehr Bräune die letzten 5 Minuten die Grillfunktion zuschalten – dabei unbedingt dabeibleiben.
Tipp
Ist die Masse zu trocken → 1 EL Wasser oder Öl unterrühren
Ist sie zu weich → 1–2 EL Haferflocken ergänzen
Grüne oder braune Linsen – was ist zu beachten?
Du kannst das Rezept grundsätzlich auch mit braunen Linsen zubereiten, es gibt aber ein paar Dinge zu beachten:
Braune Linsen werden beim Kochen meist weicher und mehliger als grüne. Dadurch wird die Bratlingsmasse schneller sehr kompakt oder sogar leicht matschig. Wenn du braune Linsen verwendest, solltest du sie wirklich nur gerade eben garen, sehr gut abtropfen lassen und eventuell 1–2 EL mehr Haferflocken einplanen.
Grüne Linsen sind für vegane Linsenbratlinge ideal, weil sie mehr Biss behalten, weniger Wasser abgeben und so für eine bessere Textur sorgen. Das ist gerade bei Mini-Bratlingen ein klarer Vorteil.

Gesundheitliche Vorteile der veganen Mini-Linsenbratlinge
Diese veganen Mini-Linsenbratlinge sind nicht nur praktisch und lecker, sondern auch aus ernährungsphysiologischer Sicht ein richtig gutes Alltagsgericht. Sie bestehen aus wenigen, natürlichen Zutaten, liefern langanhaltende Energie und machen angenehm satt ohne zu beschweren. Gerade als Buletten-Ersatz oder als Bestandteil eines Buffets sind sie eine deutlich ausgewogenere Alternative zu stark verarbeiteten Produkten.
Grüne Linsen – pflanzliches Protein & Sättigung
Grüne Linsen sind eine hervorragende Quelle für pflanzliches Eiweiß und liefern gleichzeitig viele Ballaststoffe. Diese Kombination sorgt dafür, dass du lange satt bleibst und dein Blutzuckerspiegel nicht stark schwankt.
Im Vergleich zu roten oder braunen Linsen behalten grüne Linsen mehr Biss und Struktur – das ist nicht nur für die Textur der Bratlinge ideal, sondern auch für die Verdauung. Außerdem enthalten sie Eisen, Zink und Magnesium, wichtige Mineralstoffe gerade in einer pflanzlichen Ernährung.
Haferflocken – gut für Darm & Blutzucker
Haferflocken übernehmen in diesem Rezept gleich mehrere Aufgaben: Sie binden Feuchtigkeit, sorgen für Stabilität und liefern wertvolle Beta-Glucane. Diese löslichen Ballaststoffe können helfen, den Cholesterinspiegel zu regulieren und unterstützen eine gesunde Darmflora.
Gerade in Kombination mit Linsen entsteht eine Mahlzeit, die langanhaltend sättigt, ohne schwer im Magen zu liegen, ideal auch für ein spätes Mittagessen oder ein leichtes Abendessen.
Zwiebeln – unterschätzte Alltagshelden
Zwiebeln liefern sekundäre Pflanzenstoffe und Schwefelverbindungen, die entzündungshemmend wirken können. Gleichzeitig unterstützen sie die Verdauung und bringen ganz natürlich Geschmack, sodass weniger Salz nötig ist. Fein gewürfelt verschwinden sie fast in der Masse, sorgen aber für Saftigkeit und Aroma.
Gewürze & Kräuter – Geschmack ohne Zusätze
Paprikapulver, Majoran oder Thymian bringen Tiefe und Herzhaftigkeit in die Bratlinge, ganz ohne künstliche Aromen oder Hefeextrakte. Gerade Kräuter können die Bekömmlichkeit von Hülsenfrüchten verbessern und machen das Gericht insgesamt runder und ausgewogener.
Olivenöl – hochwertige Fette
Das verwendete Olivenöl liefert einfach ungesättigte Fettsäuren, die wichtig für Herz und Gefäße sind. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass fettlösliche Vitamine besser aufgenommen werden und die Bratlinge saftig bleiben.
Warum diese Bratlinge auch für Nicht-Veganern überzeugen
Durch die Kombination aus Hülsenfrüchten, Getreide, Gewürzen und gesunden Fetten sind diese veganen Linsenbratlinge kein „Ersatzprodukt“, sondern ein eigenständiges, vollwertiges Gericht. Sie schmecken würzig, sättigen gut und lassen sich vielseitig einsetzen – egal ob im Mini-Burger, als Beilage oder auf dem Buffet.

Fragen und Antworten (Q&A)
1. Kann ich die Linsenbratlinge vorbereiten?
Ja, das Rezept eignet sich sehr gut zur Vorbereitung. Du kannst die Masse mehrere Stunden im Voraus zubereiten und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Durch die Ruhezeit wird sie sogar etwas fester und lässt sich später noch besser formen. Alternativ kannst du die Bratlinge auch schon formen und gekühlt aufbewahren, bis sie in den Airfryer oder Backofen kommen.
2. Kann ich die Mini-Linsenbratlinge einfrieren?
Ja, das funktioniert am besten ungegart. Lege die geformten Bratlinge nebeneinander auf ein Brett, friere sie vor und bewahre sie anschließend in einem Behälter oder Gefrierbeutel auf. Zum Zubereiten kannst du sie direkt gefroren in den Airfryer oder Backofen geben, die Garzeit verlängert sich dann um ein paar Minuten.
3. Sind die veganen Linsenbratlinge glutenfrei?
Mit glutenfreien Haferflocken sind die Bratlinge problemlos glutenfrei. Achte zusätzlich darauf, eine glutenfreie Sojasauce (z. B. Tamari) zu verwenden, falls du sehr strikt darauf achten musst.
4. Eignen sich die Bratlinge als Burger-Patty?
Absolut. Gerade in kleiner Form sind sie ideal für Mini-Burger, da sie stabil bleiben und nicht auseinanderfallen. Für große Burger-Patties kannst du sie etwas dicker formen und die Garzeit entsprechend verlängern.
5. Schmecken die veganen Mini-Linsenbratlinge auch kalt?
Ja, sie sind auch kalt sehr lecker. Dadurch eignen sie sich hervorragend für Buffets, Picknick, Meal Prep oder als Snack unterwegs. Die Gewürze entfalten ihren Geschmack sogar oft noch etwas stärker, wenn die Bratlinge durchgezogen sind.
6. Kann ich die Bratlinge fettfrei zubereiten?
Ganz ohne Fett werden sie deutlich trockener und weniger aromatisch. Eine kleine Menge Öl – entweder in der Masse oder zum Bepinseln – sorgt für bessere Textur, Bräune und Geschmack. Wenn du Fett reduzieren möchtest, reicht es oft, sie nur ganz leicht zu besprühen.
7. Sind die Linsenbratlinge auch für Kinder geeignet?
Ja, sie sind mild gewürzt und nicht scharf. Für Kinder kannst du das Paprikapulver etwas reduzieren oder auf die geräucherte Variante verzichten. Durch die kleine Größe lassen sie sich gut portionieren und essen. Und gerade die Mini-Burger sind für Kinder ein kleines Highlight.

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Fazit
Diese veganen Mini-Linsenbratlinge sind ein echtes Allround-Rezept: einfach, gesund, gut vorzubereiten und vielseitig einsetzbar. Ob als Patty für Mini-Burger, als Buletten-Ersatz zu Kartoffeln und Gemüse oder als Fingerfood fürs Buffet – sie passen in viele Situationen und kommen auch bei Nicht-Veganern richtig gut an.
Vegane Linsenbratlinge, ideal für Mini-Burger
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Zutaten
- 250 g grüne Linsen trocken, oder braune Linsen
- 85 g Haferflocken zart oder kernig
- 2 Zwiebeln
- 2 TL Senf
- 2 TL Paprikapulver edelsüß oder geräuchert
- 1 TL Majoran oder Thymian
- 2 EL Sojasoße
- 4 El Olivenöl
- Salz und Pfeffer
Anleitungen
- 250 g grüne Linsen in reichlich Wasser garen, bis sie weich aber noch bissfest sind (ca. 25-30 Minuten). Abgießen und gut ausdampfen lassen.
- Anschließend die Linsen grob mit einer Gabel oder Stampfer zerdrücken. Sie sollten aber noch Struktur behalten.
- 2 Zwiebeln schälen, sehr fein würfeln und zusammen mit 85 g Haferflocken, 2 TL Senf, 2 TL Paprikapulver, 1 TL Majoran, 2 EL Sojasoße, 4 El Olivenöl, Salz und Pfeffer zu den Linsen geben.
- Alles gut vermengen und die Masse 10 Minuten quellen lassen.
- Mit leicht angefeuchteten Händen kleine, flache Mini-Bratlinge (ca. 6 cm Durchmesser) formen.
- Die Bratlinge leicht mit Öl bepinseln oder besprühen und 180° ca. 15-20 Minuten im Airfryer garen. Nach der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden.
Notizen
- Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 180 °C) vorheizen.
- Ein Blech mit Backpapier belegen.
- Die Mini-Bratlinge darauf verteilen und oben leicht mit Öl bepinseln oder besprühen (wichtig für schöne Bräune).
- 25–30 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden, damit sie von beiden Seiten knusprig werden.
Wenn du sie besonders kross magst (z. B. fürs Buffet), die letzten 5 Minuten die Grillfunktion zuschalten, dabei unbedingt dabeibleiben. So bleiben sie innen saftig und außen schön goldbraun. Ganz ähnlich wie aus dem Airfryer, nur etwas sanfter 👌
Nährwerte
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