Diese vegane Spitzkohl-Hack-Pfanne ist wunderbar cremig, richtig deftig und in nur 35 Minuten fertig. Mit würzig angebratenem Sojagranulat, zartem Spitzkohl und einer cremigen Sauce ist sie ein einfaches Familienessen, dass auch ohne Fleisch richtig herzhaft schmeckt.
Früher gab es bei uns öfter eine klassische Kohl-Hack-Pfanne. Als ich mich dann für die vegane Ernährung entschieden habe, ist dieses Gericht irgendwie komplett von unserem Speiseplan verschwunden. Dabei möchte ich es immer richtig gerne!
Letztens musste ich plötzlich wieder daran denken und hatte sofort Luft auf so eine deftige Kohlpfanne. Also habe ich überlegt, wie ich sie damals eigentlich zubereitet habe und das Rezept dann kurzerhand veganisiert.
Aus dem Hackfleisch wurde Sojagranulat und der Rest ist im Grunde fast genauso geblieben. Das war so einfach, dass ich mich hinterher wirklich gefragt habe, warum ich nicht schon viel früher darauf gekommen bin.
Das Ergebnis fand ich nämlich so lecker, dass es dieses Rezept jetzt öfter bei uns geben wird. Ich liebe es vor allem mit Reis, aber auch Kartoffeln oder auch Kartoffelpüree passen sehr gut dazu.

Warum du diese vegane Spitzkohl-Hack-Pfanne ausprobieren solltest
Du weißt, ich mag vor allem unkomplizierte Gerichte sehr gerne, auch dann, wenn wie hier alles aus einer Pfanne kommt. Man braucht keine ausgefallenen Zutaten, muss nicht stundenlang in der Küche stehen und hat trotzdem am Ende ein richtig gutes Essen auf dem Tisch.
Diese Spitzkohlpfanne hat gleich mehrere Vorteile:
- Schnell und einfach: In etwa 35 Minuten steht das Essen auf dem Tisch.
- Wunderbar cremig: Die pflanzliche Kochcreme verbindet sich mit der Gemüsebrühe zu einer herrlichen würzigen Sauce.
- Proteinreich: Das Sojagranualt liefert hochwertiges pflanzliches Eiweiß.
- Günstig: Spitzkohl und getrocknetes Sojagranulat sind preiswerte Grundzutaten.
- Familientauglich: Die milde, herzhafte Würzung schmeckt auch Menschen, die normalerweise Fleisch essen.
- Gut vorzubereiten: Die Kohl-Hack-Pfanne lässt sich problemlos am nächsten Tag erwärmen.
Für mich ist das genau die Art von veganer Hausmannskost (was für ein Wort 😂), die ich liebe. Unkompliziert, sättingend und ohne teurer Fleischersatzprodukte.
Was macht diese Spitzkohlpfanne mit veganem Hack so cremig?
Das Besondere an meiner Spitzkohl-Hack-Pfanne ist die Sauce. Während viele klassische Kohlpfannen eher trocken zubereitet werden, bekommt diese Variante eine schöne cremige Konsistenz.
Dafür verwende ich (ausnahmsweise) eine pflanzliche Kochcreme, Gemüsebrühe und etwas mittelscharfen Senf. Die Kochcreme macht die Sauce schön sämig, während der Senf für eine leichte Würze sorgt, ohne geschmacklich zu sehr im Vordergrund zu stehen.
Du kannst sowohl Sojacuisine als auch Hafercuisine verwenden. Beide funktionieren wunderbar. Je nach Produkt kann die Sauce allerdings etwas unterschiedlich dick werden.
Wenn du hier auf ein „Ersatzprodukt” verzichten möchtest, kann ich dir meine selbstgemachte Cashewsahne empfehlen.
Besonders wichtig ist außerdem, dass du das Sojagranulat vorher richtig kräftig anbrätst. Dadurch entstehen Röstaromen, die der veganen Hackpfanne ihren herzhaften Geschmack geben.
Zusammen mit dem leicht süßlichen Spitzkohl entsteht so ein richtig schönes, ausgewogenes Gericht.
So gelingt die vegane Spitzkohl-Hack-Pfanne besonders gut
Sojagranulat richtig anbraten
Wenn du schon einmal mit Sojagranulat gekocht hast, kennst du vielleicht das Problem: Manchmal wird es eher weich und schmeckt ziemlich neutral.
Das lässt sich aber ganz einfach vermeiden. Nach dem Einweichen solltest du das Sojagranulat möglichst gut ausdrücken. Je weniger Wasser es enthält, desto besser lässt es sich anschließend anbraten.
Gib es in eine ausreichend heiße Pfanne und lass es ruhig etwas Farbe bekommen. Wenn du nicht ständig umrührst, können sich schöne Rostaromen entwickeln.
Erst danach kommen Sojasauce und Gewürze dazu. So bekommt das vegane Hack deutlich mehr Geschmack.
Spitzkohl nicht zu lange garen
Spitzkohl ist wesentlich zarter als klassischer Weißkohl und braucht deshalb auch nicht besonders lange in der Pfanne.
Deshalb brate ihn zunächst kurz an und lasse ihn anschließend nur wenige Minuten in der cremigen Sauce köcheln. So bleibt er noch etwas bissfest.
Wenn du deinen Kohl lieber richtig weich magst (so mag ich ihn tatsächlich am liebsten), kannst du die Garzeit natürlich etwas verlängern.
Eine ausreichend große Pfanne verwenden
Auch wenn 400g Spitzkohl erst einmal nach ziemlich viel aussehen, fällt er beim Anbraten schnell zusammen.
Ich konnte die gesamte Menge problemlos auf einmal in meine große Pfanne geben. Falls deine Pfanne etwas kleiner ist oder du mehr Kohl verwenden möchtest, kannst du den Kohl aber auch portionsweise hinzufügen.
Mein Tipp:
Brate das Sojagranulat richtig schön braun an. So entstehen leckere Röstaromen, die der Pfanne ihren herzhaften Geschmack geben. Ein Spritzer Zitronensaft zum Schluss rundet die cremige Sauce perfekt ab.

Wie gesund ist die vegane Spitzkohl-Hack-Pfanne?
Neben dem herzhaften Geschmack hat dieses Gericht auch ernährungsphysiologisch einiges zu bieten. Besonders die Kombination aus Spitzkohl und Sojagranulat gefällt mir gut, denn sie liefert sowohl Ballaststoffe als auch pflanzliches Protein.
Spitzkohl: Vitamin C und wertvolle Ballaststoffe
Spitzkohl gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist eine besonders zarte Kohlsorte. Er enthält unter anderem Vitamin C, Vitamin K, Folat und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe.
Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und unterstützt außerdem die normal Kollagenbildung. Das ist unter anderem für Haut, Knochen und Blutgefäße wichtig.
Interessant sind auch die sogenannten Glucosinolate, die natürlicherweise in Kohlgemüse vorkommen. Beim Zerkleinern entstehen daraus verschiedene Abbauprodukte, die in der Ernährungsforschung untersucht werden. Welche gesundheitlichen Wirkungen sie beim Menschen tatsächlich haben, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt.
Spitzkohl liefert außerdem Ballaststoffe, die unsere Verdauung unterstützen und zu einer guten Sättigung beitragen können.
Da Vitamin C hitzeempfindlich ist, lohnt es sich übrigens, beim Schnibbeln ruhig ein paar Streifen Spitzkohl roh zu naschen.
Sojagranulat: Hochwertiges pflanzliches Protein
Sojagranulat ist für mich eine der praktischsten Alternativen zu Hackfleisch. Es besteht in der Regel aus entfettetem Sojamehl und enthält dadurch besonders viel pflanzliches Eiweiß.
Sojaprotein liefert alle neuen essenziellen Aminosäuren und ist deshalb eine hochwertige pflanzliche Proteinquelle.
Proteine werden unter anderem für den Aufbau und Erhalt unserer Muskelmasse benötigt. Außerdem sind sie an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt.
Ein weiterer Vorteil ist, dass getrocknetes Sojagranualt lange haltbar ist und sich unkompliziert vevorraten lässt. Im Gegensatz zu vielen fertigen Fleischersatzprodukten enthält ungewürztes Sojagranulat normalerweise nur wenige Zutaten.
Besonders praktisch finde ich, dass es den Geschmack von Gewürzen und Saucen sehr gut aufnimmt. Dadurch lässt es sich für viele klassische Hackfleischgerichte verwenden (z. B. auch in meinem Chili sin carne).
Knoblauch und Zwiebeln: Würzig und geusnd
Zwiebeln und Knoblauch sorgen nicht nur für den herzhaften Geschmack der Spitzkohlpfanne, sondern liefern auch wertvolle Pflanzenstoffe. Beide enthalten schwefelhaltige Verbindungen, die unter anderem für ihr typisches Aroma verantwortlich sind. Zwiebeln liefern außerdem das Antioxidans Quercetin sowie geringe Mengen an Ballaststoffen.

Zutaten austauschen und die vegane Hackpfanne variieren
Das Schöne an dieser cremigen Spitzkohlpfanne ist, dass d sie ganz einfach an deinen Geschmack oder deinen Vorrat anpassen kannst.
Statt Sojagranulat: Du kannst auch fertiges veganes Hack aus dem Kühlregal verwenden. Auch zerbröselter geräucherter oder Naturtofu ist möglich, bekommt allerdings eine etwas andere Konsistenz.
Statt Spitzkohl: Weißkohl oder Wirsing funktionieren ebenfalls. Besonders Weißkohl ist allerdings fester und benötigt eine längere Garzeit.
Statt pflanzlicher Kochcreme: Soja- oder Hafercuisine eignen sich beide gut. Du kannst aber auch eine eigene Cashewsahne herstellen. Das geht ganz einfach und du benötigst nur 2 Zutaten. Das Rezept dazu findest du hier: Cashewsahne.
Mehr Gemüse: Möhren, Champignons oder etwas Lauch passen ebenfalls gut in die Hackpfanne. Brate sie am besten zusammen mit den Zwiebeln an.
Etwas kräftiger: Wenn du es besonders würzig magst, kannst du zusätzlich geräuchertes Paprikapulver oder etwas mehr Senf verwenden.
Was passt zur cremigen Spitzkohl-Hack-Pfanne?
Du kannst die cremige Spitzkohl-Hack-Pfanne wunderbar pur essen. Durch das Sojagranulat ist sie bereits recht sättigend.
Wenn du eine Beilage dazu möchtest, passen besonders gut Salzkartoffeln, Kartoffelpüree oder Reis (das ist hier tatsächlich mein Favorit).
Für eine etwas andere Variante kannst du auch gekochte Nudeln unter die fertige Spitzkohlpfanne mischen. So wird daraus eine cremige Spitzkohl-Nudel-Pfanne mit veganem Hack.
Häufige Fragen zur veganen Spitzkohl-Hack-Pfanne
Weiter Rezepte mit Spitzkohl
Wenn du auf der Suche nach einem weiteren Spitzkohl-Rezept bist, kann ich dir meine Spitzkohlpfanne mit Paprika oder auch mein Spitzkohlcurry empfehlen.
Cremige Spitzkohl-Hack-Pfanne in vegan
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Kochutensilien
- 1 Messer
- 1 Schneidebrett
- 1 große Pfanne
- 1 Schale
Zutaten
- 300-400 g Spitzkohl 1 kleiner Spitzkohl ohne Strunk
- 100 g Sojagranulat trocken
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl
- 1 EL Sojasoße
- 1 TL Paprikapulver edelsüß oder rosenscharf
- 300 ml Gemüsebrühe
- 250 ml pflanzliche Sahne Soja- oder Hafercuisine
- 1 EL Senf mittelscharf
- Salz
- Pfeffer
- Petersilie
Anleitungen
- 100 g Sojagranulat mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten quellen lassen und anschließend gut ausdrücken.
- 300-400 g Spitzkohl vierteln, Strunk entfernen und in 1 cm breite Streifen schneiden. 1 Zwiebel würfeln und 2 Knoblauchzehen fein hacken.
- 1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen und das Sojagranulat kräftig anbraten, bis es leicht gebräunt ist. 1 EL Sojasoße und 1 TL Paprikapulver dazugeben, kurz mitrösten und das Sojahack aus der Pfanne nehmen.
- Das restliche Öl in die Pfanne geben und die Zwiebel darin anbraten. Knoblauch und Spitzkohl dazugeben und etwa 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren braten.
- Das Sojahack zurück in die Pfanne geben. 300 ml Gemüsebrühe, 250 ml pflanzliche Sahne und 1 EL Senf hinzufügen, gut verrühren und alles 5–8 Minuten offen köcheln lassen, bis der Spitzkohl gar und die Sauce leicht eingedickt ist.
- Mit Salz, Pfeffer und optional etwas Zitronensaft abschmecken. Mit frischer Petersilie servieren.
Notizen
Nährwerte
Die angegebenen Nährwerte werden automatisch generiert und gelten nur als Richtwerte.




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