Ich wollte unbedingt eine Tofu-Gemüse-Pfanne mit einer asiatischen Note kreieren. Die Idee war da, aber irgendwie hatte ich eine kleine Blockade im Kopf.
Ich war nämlich lange überzeugt, dass ich keine Erdnusssoße mag. Ich habe vor Jahren einmal in einem Restaurant ein Gericht damit bestellt und fand es wirklich ganz schrecklich. Viel zu schwer, viel zu intensiv und einfach nicht mein Geschmack.
Umso vorsichtiger war ich jetzt, als ich mich noch einmal daran herangetraut habe. Denn irgendwie kommt ja nicht drum herum. Und was soll ich sagen? Dieses Gericht ist einfach richtig gut geworden 😍.
Die Soße ist schön cremig, aber überhaupt nicht schwer und die Erdnuss bleibt ganz dezent im Hintergrund. Genau so, wie ich es mir gewünscht habe. Wenn du jedoch so richtig auf den Erdnussgeschmack stehst, kannst du die Menge an Erdnussmus auch erhöhen 😉.
Was ich dabei wieder gemerkt habe: Oft liegt es gar nicht an der Zutat selbst, sondern daran, wie sie eingesetzt wird. Eine Erdnusssoße kann schnell zu schwer oder dominant werden, wenn sie zu intensiv ist oder die Balance fehlt. In diesem Rezept sorgt nur eine kleine Menge Erdnussmus für Cremigkeit, ohne den Geschmack zu überlagern. Genau das macht für mich den Unterschied.
Als vegane Ernährungsberaterin achte ich bei solchen Gerichten immer darauf, dass sie nicht nur gut schmecken, sondern auch im Alltag funktionieren. Also einfach in der Zubereitung sind, satt machen und gleichzeitig ein gutes Gefühl hinterlassen.
Und genau solche Gerichte liebe ich inzwischen besonders. Sie sind unkompliziert, schnell gemacht und trotzdem so ausgewogen, dass man sich danach richtig gut fühlt. Kein Verzicht, kein kompliziertes Kochen, sondern einfach alltagstaugliche vegane Küche, die wirklich schmeckt.
Wir fanden sie hier alle so gut, dass es diese cremige Tofu-Gemüse-Pfanne bei uns ganz sicher häufiger geben wird.

Rezept: Cremige Tofu-Gemüse-Pfanne mit Reis
Zutaten für 2 Portionen
- 150 g Reis (z. B. Basmati)
- 200 g Naturtofu
- 2 Karotten
- 1 Paprika (rot oder gelb)
- 2 Frühlingszwiebeln
- 100–150 g Edamame (TK, ohne Schale)
- 1 TL Öl
Für die Soße:
- 3 EL Sojasoße
- 150 ml Wasser
- 1½ TL Erdnussmus
- 1½ TL Sesamöl (optional)
- 1½ TL Zitronensaft oder Limettensaft
- 1½ TL Ahornsirup oder Agavendicksaft
- ¾ TL Ingwer (frisch oder gemahlen)
- optional: ¾ TL mildes Currypulver
Zubereitung
- Reis nach Packungsanleitung kochen.
- Tofu in Würfel schneiden und in einer großen Pfanne mit etwas Öl goldbraun anbraten. Wenn er von allen Seiten knusprig angebraten ist, kannst du ihn mit einem ordentlichen Schuss Sojasoße ablöschen und kurz einkochen lassen, damit der Tofu richtig Geschmack bekommt.
- Karotten mit dem Sparschäler in feine Streifen schneiden, Paprika in Streifen schneiden und beides zum Tofu geben. Kurz anbraten, sodass das Gemüse noch etwas Biss hat.
- Alle Zutaten für die Soße gut verrühren bis sich auch das Erdnussmus gut aufgelöst hat.
- Soße zusammen mit den Edamame in die Pfanne geben und einige Minuten köcheln lassen, bis sie leicht cremig wird.
- Frühlingszwiebeln unterheben und alles mit Reis servieren und nach Geschmack mit Sesam oder gehackten Erdnüssen toppen.
Zutaten austauschen
- Statt Tofu kannst du auch Tempeh verwenden.
- Edamame lassen sich durch Erbsen oder Kichererbsen ersetzen.
- Paprika kann auch durch Zucchini, Lauch oder Brokkoli ersetzt werden.
- Für eine glutenfreie Variante einfach Tamari statt Sojasoße verwenden.

Warum dieses Rezept so gut für dich ist
Dieses Gericht zeigt sehr schön, wie einfach eine ausgewogene, pflanzliche Mahlzeit im Alltag sein kann. Du kombinierst hier eine sättigende Basis aus Reis mit hochwertigem pflanzlichen Protein aus Tofu und Edamame sowie einer guten Portion Gemüse.
Durch die cremige Soße wird das Ganze besonders angenehm zu essen, ohne schwer im Magen zu liegen. Genau solche Gerichte helfen dabei, sich langfristig ausgewogen zu ernähren, ohne das Gefühl zu haben, auf etwas verzichten zu müssen.
Tofu
Tofu ist eine hervorragende pflanzliche Proteinquelle und enthält alle essentiellen Aminosäuren, die dein Körper täglich benötigt. Gerade in einer veganen Ernährung ist er eine sehr zuverlässige Basis, um den Proteinbedarf zu decken.
Zusätzlich liefert Tofu wichtige Mineralstoffe wie Eisen und Calcium. Eisen ist wichtig für den Sauerstofftransport im Blut und kann dabei helfen, Müdigkeit vorzubeugen. Calcium spielt eine zentrale Rolle für stabile Knochen und Zähne.
Durch seine neutrale Basis nimmt Tofu Gewürze und Aromen besonders gut auf und lässt sich dadurch vielseitig in den Alltag integrieren.
Edamame
Edamame sind junge Sojabohnen und besonders nährstoffreich. Sie liefern nicht nur hochwertiges pflanzliches Protein, sondern auch viele Ballaststoffe. Diese unterstützen deine Verdauung und sorgen dafür, dass du länger satt bleibst. Gerade in Kombination mit Reis entsteht so ein Gericht, das dich nachhaltig mit Energie versorgt.
Darüber hinaus enthalten Edamame wichtige Mikronährstoffe wie Magnesium und Folsäure, die für viele Stoffwechselprozesse im Körper benötigt werden.
Karotten
Karotten bzw. Möhren sind reich an Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A. Dieses Vitamin ist unter anderem wichtig für deine Sehkraft, dein Immunsystem und eine gesunde Haut.
Besonders spannend ist, dass Beta-Carotin fettlöslich ist. Durch die Kombination mit etwas Fett aus der Soße kann dein Körper dieses Vitamin besser aufnehmen und verwerten.
Paprika
Paprika gehört zu den Gemüsesorten mit einem besonders hohen Vitamin C Gehalt. Vitamin C unterstützt dein Immunsystem und hilft gleichzeitig dabei, pflanzliches Eisen besser aufzunehmen. Das ist gerade in einer veganen Ernährung ein großer Vorteil, da die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Quellen gezielt unterstützt werden kann.
Aber leider baut sich Vitamin C bei starker Hitze langsam ab, daher solltest du schon beim Schnippeln der Paprika ein paar Streifen roh vernaschen 😉.
Erdnussmus
Auch wenn es hier nur in kleiner Menge verwendet wird, bringt Erdnussmus gesunde Fette in das Gericht. Diese Fette sind wichtig für viele Funktionen im Körper und tragen dazu bei, fettlösliche Vitamine besser aufzunehmen. Zudem sorgt das Erdnussmus für die cremige Konsistenz der Soße und macht das Gericht besonders angenehm zu essen.
Je nach dem, wie sehr du auf den Geschmack von Erdnuss stehst, kannst du die angegebene Menge auch erhöhen (z. B. auf 2-3 TL).
Reis
Reis ist eine gut verträgliche und leicht verdauliche Kohlenhydratquelle, die deinem Körper schnell Energie liefert.
In Kombination mit Protein und Ballaststoffen entsteht ein ausgewogenes Gericht, das dich nicht nur satt macht, sondern dir auch langfristig Energie für deinen Alltag gibt.
Ich habe hier Basmatireis verwendet, du kannst aber auch Jasminreis oder auch einen Naturreis nehmen.
Tipp
Wenn du es besonders cremig magst, kannst du am Ende noch einen kleinen Schluck Wasser oder etwas mehr Soße dazugeben.
Für etwas Crunch passen gerösteter Sesam oder ein paar gehackte Erdnüsse sehr gut dazu.

Fragen und Antworten (Q&A)
1. Kann ich das Gericht vorbereiten?
Ja, es eignet sich sehr gut zum Vorkochen und lässt sich problemlos im Kühlschrank aufbewahren.
2. Wie lange ist es haltbar?
Im Kühlschrank hält es sich luftdicht verschlossen etwa 2 bis 3 Tage. Ich nutze dafür immer solche Glascontainer (z. B. solche Glasboxen mit Deckel*)
3. Kann ich das Gericht einfrieren?
Grundsätzlich ja, allerdings kann sich die Konsistenz der Soße leicht verändern.
4. Ist das Rezept glutenfrei?
Mit Tamari statt Sojasoße ist es glutenfrei.
5. Kann ich das Erdnussmus weglassen?
Ja, die Soße wird dann jedoch weniger cremig, funktioniert aber trotzdem. Du könntest es auch gegen ein anderes Nussmuss (z. B. Mandel oder Cashew) tauschen.
6. Wie kann ich das Gericht proteinreicher machen?
Einfach die Menge an Tofu oder Edamame erhöhen.
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Fazit
Diese cremige Tofu-Gemüse-Pfanne mit Reis zeigt, wie unkompliziert und gleichzeitig ausgewogen vegane Küche im Alltag sein kann. Schnell gemacht, angenehm leicht und so lecker, dass man sie immer wieder kochen möchte.
Cremige Tofu-Gemüse-Pfanne mit Reis (vegan & einfach)
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Kochutensilien
- 1 Sparschäler optional
- 1 Messer
- 1 Schneidebrett
- 1 Pfanne
Zutaten
- 150 g Basmatireis
- 200 g Naturtofu
- 2 Möhren
- 1 Paprikaschote rot oder gelb
- 2 Frühlingszwiebeln
- 100-150 g Edamame z. B. TK
- 0,5 TL Öl
- 2 EL Sojasoße zum Ablöschen vom Tofu
für die Soße
- 3 EL Sojasoße
- 150 ml Wasser
- 1,5 TL Erdnussmus gerne mehr, wenn du Erdnuss magst 😉
- 1,5 TL Zitronensaft
- 1,5 TL Ahornsirup
- 0,5 - 1 TL Ingwer frisch gerieben oder als Pulver
- 0,5 - 1 TL Curry optional
- 1 TL Sesamöl
Anleitungen
- 150 g Basmatireis waschen und nach Packungsanleitung garen.
- 2 Möhren mit dem Sparschäler in feine Streifen schneiden.1 Paprikaschote in Streifen ebenfalls in dünne Streifen schneiden und 2 Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.
- 200 g Naturtofu würfeln und in einer großen Pfanne mit 0,5 TL Öl goldbraun anbraten.
- Wenn der Tofu von allen Seiten schön angebraten ist, mit einem guten Schluck bzw. ca. 2 EL Sojasoße ablöschen und kurz einkochen lassen.
- Karotten und Paprika zum Tofu geben und 2–3 Minuten mitbraten.
- 3 EL Sojasoße, 150 ml Wasser, 1,5 TL Erdnussmus, 1,5 TL Zitronensaft, 1,5 TL Ahornsirup, 0,5 - 1 TL Ingwer, 0,5 - 1 TL Curry und 1 TL Sesamöl für die Soße glatt verrühren, bis sich das Erdnussmus vollständig aufgelöst hat.
- Soße zusammen mit 100-150 g Edamame in die Pfanne geben und 2–3 Minuten köcheln lassen, bis alles schön cremig und leicht gebunden ist und das Gemüse so knackig oder gar ist wie du es magst.
- Frühlingszwiebeln unterheben und mit Sojasoße oder Zitronensaft abschmecken.
- Das ganze zu Reis servieren und nach Geschmack mit Sesam bestreuen.
Notizen
Nährwerte
Die angegebenen Nährwerte werden automatisch generiert und gelten nur als Richtwerte.




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